vom 16.03.2010:
Am 15.03.2010 wurde der Vertrag zwischen dem Landkreis Fürstenfeldbruck und dem Sozialdienst Germering sowie der Brucker Elternschule unterzeichnet. Damit ist sichergestellt, dass das Projekt Opstapje - was wörtlich soviel wie Schritt für Schritt bedeutet - auch die nächsten zwei Jahre im Landkreis Fürstenfeldbruck angeboten werden kann.
Landrat Thomas Karmasin, der sich ebenso wie die Jugendhilfereferentin des Kreistages, Frau Margarete Kopp, sehr stark für Opstapje eingesetzt hatte, zeigte sich anlässlich der Vertragsunterzeichnung sehr erfreut darüber, dass auch in diesen "finanziell extrem schwierigen Zeiten" die notwendige Mehrheit im Kreistag für die Fortsetzung des Programms gewonnen werden konnte.
Dr. Joachim Lutz als erster Vorsitzender des Sozialdienstes Germering, der Opstapje im östlichen Teil des Landkreises anbietet und Uwe Reebs, der als Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Fürstenfeldbruck für die Brucker Elternschule und damit den westlichen Teil des Landkreises verantwortlich ist, zeigten sich ebenfalls sehr zufrieden. "Ein sinnvolles und erfolgreiches Programm kann weiterlaufen" waren sich die beiden Trägervertreter mit Landrat Karmasin einig.
Opstapje richtet sich an Familien mit Kindern im Alter ab 15 Monaten. Geschulte und von Fachkräften angeleitete sogenannte "Hausbesucherinnen" vermitteln Familien mit Migrationshintergrund oder aus schwierigen sozialen Verhältnissen, wie sie ihre Kinder frühzeitig fördern können. Das geschieht spielerisch, indem in der ersten, neun Monate dauernden Projektphase die Hausbesucherin die Mutter oder den Vater dabei anleitet, mit dem Kind in geeigneter Form zu spielen. In der zweiten Hälfte ziehen sich die Hausbesucherinnen auf eine beobachtende Rolle zurück. Das zum Einsatz kommende Spielmaterial verbleibt übrigens auch nach Projektende bei den Familien, so dass diese auch später jederzeit auf ihre Erfahrungen - wörtlich genommen - zurückgreifen können.
Ob das Programm auch über 2011 hinaus fortgeführt werden kann, ist angesichts der Haushaltslage ungewiss. Da Opstapje bei den kleinsten Kindern ansetzt und somit hilft, teure Folgemaßnahmen, die später in der Jugendhilfe entstehen könnten, zu verhindern, ist es aus Sicht von Landrat Thomas Karmasin notwendig, sich auch weiterhin für das Projekt einzusetzen.

vorne sitzend von links nach rechts:
Herr Uwe Reebs (Brucker Elternschule), Frau Margret Kopp (Referentin für Jugend und Familie im Kreistag),
Herr Dr. Hans-Joachim Lutz (Sozialdienst Germering)
hinten stehend von links nach rechts:
Herr Dietmar König, Frau Susanne Volkmer (beide Landratsamt Fürstenfeldbruck),
Frau Sonja Thiele (Sozialdienst Germering)