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Pressemitteilungen des Jahres 2017

vom 06.06.2017:

Erinnerungsort Olympia-Attentat 1972 in Fürstenfeldbruck und Geschichte des Fliegerhorstes: I. Vizepräsident des Bayerischen Landtags Reinhold Bocklet, Landrat Thomas Karmasin und Fürstenfeldbrucks Oberbürgermeister Erich Raff informieren sich über den Stand der Planungen sowie über das gemeinsame Zeitzeugenprojekt mit dem Historischen Verein für Stadt und Landkreis Fürstenfeldbruck

Vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst hat der Landkreis Fürstenfeldbruck am 01.06.2017 den offiziellen Zuwendungsbescheid des Freistaates Bayern zur Vorbereitung und Konzeption eines Erinnerungsortes Olympia-Attentat 1972 in Fürstenfeldbruck erhalten. Bereits im November 2016 genehmigte das Ministerium den vorzeitigen Maßnahmenbeginn, so dass gleich mit einem Aspekt des Fördervorhabens gestartet wurde: Ein Zeitzeugenprojekt, das die Erinnerungen der Erlebnisgeneration sichern soll.

Der Historische Verein für Stadt und Landkreis Fürstenfeldbruck (HVF), die Stadt und der Landkreis Fürstenfeldbruck haben sich dazu als Projektpartner zusammengeschlossen. Vor der Sommerpause informierten sich über den Fortgang der Arbeiten I. Vizepräsident des Bayerischen Landtags Reinhold Bocklet, Landrat Thomas Karmasin und Oberbürgermeister Erich Raff bei der 1. Vorsitzenden des Vereins, Anna Ulrike Bergheim, und der Historikerin Dr. Angelika Schuster-Fox im Landratsamt Fürstenfeldbruck.

Dr. Angelika Schuster-Fox erläuterte den Beteiligten den wichtigen Baustein von Zeitzeugengesprächen für die Realisierung des durch den Freistaat Bayern geförderten Projektes „Erinnerungsort Olympia-Attentat 1972 in Fürstenfeldbruck“. Für die Vermittlung historischer Ereignisse ist es ein „Muss“, persönliche Erfahrungen von Zeitzeugen in die Auseinandersetzung mit Themen der jüngeren Vergangenheit einzubinden. Die Erinnerungen der Erlebnisgeneration bieten eine subjektive und bisher unbekannte Sichtweise auf das Attentat und im größeren Rahmen auch auf die Geschichte des Fliegerhorstes insgesamt.

Anna Ulrike Bergheim berichtete: Mit Workshops, Vorträgen und Arbeitstreffen sind seit Anfang des Jahres 2017 inzwischen 23 Interviewerinnen und Interviewer professionell ausgebildet worden. Mitte April haben sich nach dem gestarteten Aufruf „Zeitzeugen gesucht“ rd. 30 Personen gemeldet oder wurden als mögliche Zeitzeugen zu allen Aspekten der Fliegerhorstgeschichte benannt. Anfang Juli 2017 werden die Zeitzeugen-Interviewer und -interviewerinnen mit ihrer Arbeit beginnen. Vorgesehen ist, dass jeweils zwei Personen ein strukturiert vorbereitetes Interview in angekündigten Hausbesuchen durchführen und auswerten werden. Für die technische Ausstattung wie z.B. moderne Aufnahmegeräte hat der Historische Verein einen Zuschuss der Sparkasse Fürstenfeldbruck erhalten. Anna Ulrike Bergheim ist sich sicher, dass im Rahmen der Recherchen und Gespräche noch weitere Zeitzeugen hinzukommen werden. Wer sich noch melden möchte oder jemanden kennt, der geeignet ist, kann sich unter hvf-zeitzeugen@ffb.org oder telefonisch unter 08141 519-224 melden.

„Ein solches Vorhaben mit nationaler und internationaler Bedeutung benötigt kompetente Unterstützung“, so Landrat Karmasin, der die Gelegenheit nutzte, sich persönlich beim I. Vizepräsident des Bayerischen Landtags Reinhold Bocklet für sein Engagement zu 20.000 Euro an Fördermitteln zu bedanken. Oberbürgermeister Erich Raff dankte insbesondere dem Historischen Verein, der sich mit vorbildlichem ehrenamtlichen Engagement zur Aufgabe gemacht hat, die Geschichte des Fliegerhorstes mit Zeitzeugeninterviews zu dokumentieren und der Nachwelt zu überliefern. Es ist vorgesehen, die Ergebnisse dieser Arbeit im Stadtarchiv aufzubewahren.


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