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Pressemitteilungen des Jahres 2017

vom 11.08.2017:

Erfreuliche Steigerung bei den Impfquoten im Landkreis Fürstenfeldbruck

Die Ergebnisse der jährlich erhobenen Impfquoten im Landkreis Fürstenfeldbruck zeigen seit Jahren eine erfreuliche Entwicklung hin zu einem langsamen, aber stetigen Anstieg der Impfraten. Regelmäßig sichtet das Gesundheitsamt die Impfbücher aller 6. Klassen an den Schulen im Landkreis und erfasst dadurch wichtige Daten zum Impfstatus der Kinder. Auch in diesem Jahr lieferte die hohe Gesamtbeteiligung von 78 Prozent aussagekräftige Informationen, insgesamt konnten 1631 Impfpässe von 2080 Schülern ausgewertet werden. Dabei lag die Teilnehmerquote der Gymnasien des Landkreises mit einer Beteiligung von 85% am höchsten, die Haupt- und Mittelschulen lagen bei 69-76 %.
Laut Weltgesundheitsorganisation WHO werden Durchimpfungsraten von etwa 90 bis 95 Prozent benötigt, um ausreichenden Schutz vor dem Ausbruch einer Erkrankung zu erreichen, die durch eine Impfung vermeidbar gewesen wäre. 
Aktuell liegt die Masern-Impfrate der Kinder mit einer vollständigen Grundimmunisierung bei 91 %, immerhin 5 Prozent verfügen zumindest über eine Impfung. Das bedeutet eine leichte Steigerung der Durchimpfungsrate im Vergleich zum Vorjahr. Vor dem Hintergrund von zwei aktuellen Masernfällen im Landkreis und deutschlandweiten Masernausbrüchen in den letzten Jahren wird dennoch eine Vervollständigung des Impfschutzes empfohlen, um vor der Erkrankung und den zum Teil schwerwiegenden Folgen geschützt zu sein.
Eine vollständige Grundimmunisierung war bei Mumps und Röteln in 90 % der Fälle vorhanden. Bei Windpocken dagegen lag die Zahl mit 41 % zwar deutlich über der des Vorjahres, dennoch besteht hier noch Verbesserungsbedarf.
Über eine vollständige Grundimmunisierung gegen Keuchhusten inklusive einer Auffrischung verfügen aktuell 84 %, bei weiteren 10 % besteht eine vollständige Grundimmunisierung ohne Auffrischung. Im Hinblick auf ganzjährig auftretende Keuchhustenfälle in unserem Landkreis ist ein Impfschutz sehr wichtig, da diese Erkrankung v.a. bei Säuglingen zu schwerer Atemnot und beträchtlichen Komplikationen wie Lungenentzündung, Krampfanfall und Hirnblutung führen kann. Besonders die Personen im Umkreis von Säuglingen, vornehmlich Eltern und Großeltern, aber auch Betreuer und Personal im Gesundheitsdienst werden gebeten, ihren Impfschutz überprüfen zu lassen.
Die Impfraten einer vollständigen Grundimmunisierung ohne bzw. mit Auffrischung liegen für Tetanus, Diphterie und Kinderlähmung bei ca. 95% und somit geringfügig über denen des Vorjahres.
Bei der gefährlichen, durch Meningokokken hervorgerufenen Hirnhautentzündung konnte eine erfreuliche Steigerung der Durchimpfungsrate von 7 auf 78 Prozent verzeichnet werden.
Auch wenn die Impfraten der Kinder im Landkreis Fürstenfeldbruck eine positive Tendenz zeigen, ist zu befürchten, dass in anderen Altersstufen der Bevölkerung Impflücken bestehen. Vor allem jungen Erwachsenen und nach 1970 Geborenen wird empfohlen, ihren Impfstatus zu überprüfen und beim Hausarzt gegebenenfalls nötige Impfungen vornehmen zu lassen. Damit schützt man nicht nur sich selbst, sondern auch all diejenigen, die sich z.B. aufgrund von Immunerkrankungen oder Abwehrschwäche  nicht impfen lassen können. Impfungen sind eine wichtige und effektive Maßnahme der Prävention, deren Durchführung für den Gesundheitszustand der Bevölkerung von großer Bedeutung ist.

Ein besonderer Dank geht an die Eltern und Schulen sowie die impfenden Ärztinnen und Ärzte, die durch ihre Mitarbeit und ihr Engagement einen so wichtigen Beitrag zur Erhebung des Impfstatus und zur Vermeidung von impfpräventablen Infektionskrankheiten geleistet haben.

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