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Pressemitteilungen des Jahres 2017

vom 09.02.2018:

Rede des Landrats des Landkreises Fürstenfeldbruck, Thomas Karmasin, anlässlich Haushalt 2018 am 08. Februar 2018

Es bewegt sich was im Landkreis.

Zuallererst die Kreisumlage: Sie fällt von Woche zu Woche, zumindest nach Punkten. Das Abwarten der Weihnachtszeit hat sich also zumindest für die Gemeinden gelohnt…
Im Ernst: Die gute Entwicklung der Umlagegrundlagen, auch ein ordentlicher Finanzausgleich mit dem Freistaat lassen die Kreisumlage optisch sinken, es ist aber kein Geheimnis, dass der Landkreis erneut deutlich mehr Geld ausgibt.
Lassen Sie mich ein wenig in Erinnerung rufen, was wir mit diesem Geld ganz überwiegend gemeinsam in Bewegung gebracht haben:

Wir haben sowohl im Haushaltsjahr 2017 als auch im jetzigen Haushalt 18 einen ganz starken Schwerpunkt auf die tatsächliche Mobilität gelegt und zwar im Bereich des ÖPNV. Wir haben nicht nur Busverbindungen massiv ausgebaut, sondern wir arbeiten auch nachhaltig an der Attraktivität Modernität unseres ÖPNV. Dafür haben Sie in diesem Kreistag ordentlich Geld und Manpower bzw. Womanpower zur Verfügung gestellt. Besten Dank hierfür, ich denke, es ist ein ganz entscheidender Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit unseres Landkreises.
Angesichts der enormen Verkehrsbelastung in unserem Landkreis sind wir politisch eher nicht so begeistert, dass auch der Individualverkehr weiter zunimmt, aber auch er muss administriert werden. 162.000 Kfz sind in unserer Zulassungsstelle zu verwalten. Das hält die Zulassungsstelle ordentlich auf Trab. Sie hat ihren Service verbessert, die Wartezeiten verringert, aber es muss sich an der beengten räumlichen Situation etwas bewegen. Ob dies in Germering durch eine Zweigstelle erfolgen kann oder hier in Bruck durch eine entsprechende Baumaßnahme, untersuchen wir gerade, das Ergebnis werden wir Ihnen in den nächsten Wochen zur Entscheidung vorlegen.

Wir bewegen eine Menge sonstiger Baumaßnahmen, vor allem wie immer im Bereich unserer Schulen: 34 Millionen sind es heuer, letztes Jahr waren es immerhin 25.

Und wir bewegen uns erneut auf die zu, die unsere Hilfe brauchen:
Wir haben die Grundsicherungsbeträge angepasst und diese Anpassung auch fortgeschrieben.
Wir bewegen uns in der Prävention im Rahmen der Jugendhilfe mit unseren neuen Familienstützpunkten in die Quartiere, um vor Ort zu sein.

Wir leisten erhebliche finanzielle und personelle Unterstützung für die große Zahl der Zuwanderer, die in den letzten drei Jahren zu uns gekommen sind.
Beim Thema preisgünstiger Wohnraum habe ich mich selbst ein wenig bewegt: Ich kann mir vorstellen, dass der Landkreis sich als Signal an einer landkreisweiten Wohnungsbaugesellschaft der Gemeinden beteiligt, wenn ich auch nach wie vor der Meinung bin, dass er sich aus dem operativen Geschäft des Wohnungsbaus heraus halten soll.

Und wir haben eine Reihe von Kolleginnen und Kollegen an Bord des Landratsamtes genommen, die Einzelthemen besonders bewegen sollen, die uns am Herzen liegen und die wir zum Teil mit Managementtiteln ausstatten, wenn auch nicht mit Managergehältern:
Klimamanagement, Regionalmanagement, Fahrradbeauftragter, Tourismusbeauftragte.

Es tut gut und es macht Freude, dass wir nach finanziell sehr angespannten Jahren und nach dem Krisenmodus der Zuwanderungswelle gemeinsam wieder Kommunalpolitik gestalten können.
Es sei daher nicht Wasser in den Wein gegossen, wenn ich darauf hinweise, dass all diese Projekte, so sinnvoll und notwendig sie sind, auch reichlich Ressourcen erfordern. Wir haben in den letzten Jahren kräftig Personal aufgebaut, so viel, dass wir weitere Verstärkung brauchen, um die internen Dienstleistungen darstellen zu können, wie Personalverwaltung etc.

Es ist daher extrem wichtig, dass wir die wirtschaftlich guten Zeiten jetzt nutzen, um uns zukunftsfähig aufzustellen.
Dazu gehört es, die Herausforderungen der Digitalisierung zu bewältigen, aber auch, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, gerade in Zeiten des demographischen Wandels.
Bei all dem dürfen wir aber nie aus dem Auge verlieren, dass wir dauerhaft wirtschaftlich arbeiten müssen.

Das gilt im Landratsamt, aber besonders auch bei den beiden großen Unternehmen, die uns anvertraut sind, Kreisklinik und Sparkasse. 2018 wird sich zeigen, ob wir in der Lage sind, uns mit anderen Landkreisen zusammen so aufzustellen, dass wir diese beiden Bereiche dauerhaft in eine gute Zukunft führen können, die kommunal und regional bleibt, aber den Wettbewerb mit anderen besteht.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich danke Ihnen für die konstruktiven Beratungen im Vorfeld und bitte Sie um Ihre Zustimmung zum Haushalt!


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