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Der Landkreis Fürstenfeldbruck stellt sich vor

Gedenkstätte für die Opfer des Olympia-Attentates von 1972

Bild der Gedenkstätte

Gedanken zum Objekt

"Zwölf gebündelte Flammenstrahlen erinnern an die zwölf Söhne Jakobs und an die daraus erwachsenen zwölf Stämme Israels. Zwölf gebündelte Flammenstrahlen erinnern aber auch an die insgesamt zwölf Opfer des Olympia-Attentates. Nicht zuletzt erinnern sie natürlich an die Olympische Flamme, das Symbol der Spiele im Heiligen Hain der Griechen. Das Lodern der Heiligen Flammen bedeutete für sie Gewaltlosigkeit und das Ruhen jeglicher Feindseligkeiten", so der Künstler Hannes L. Götz, der im Auftrag des Landkreises Fürstenfeldbruck die Gedenkstätte zur Erinnerung an die schrecklichen Ereignisse am 5. September 1972 in München und Fürstenfeldbruck geschaffen hat. Im Zentrum des Kunstwerks steht die Annäherung an jüdisches Brauchtum. Die Granitschale nimmt Steine und Gebetszettel auf und erfüllt so die Funktion einer Klagemauer. Die Schale ruht auf einem Stahlkorsett, das vom Emblem des Staates Israel, dem siebenarmigen Leuchter (Menorah) inspiriert ist. Als christliches Symbol steht der Leuchter zugleich für den Neuen Tempel und die sieben Gaben des Heiligen Geistes, soll doch das Mahnmal zugleich die Erinnerung an den getöteten Polizisten christlichen Glaubens wach halten.

Feierliche Übergabe 1999

In einer feierlichen Stunde wurde die Gedenkstätte am 5. September 1999, dem 27. Jahrestag des Olympia-Attentates, am Haupttor des Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck der Öffentlichkeit übergeben. Zur Einweihung mahnten Landrat Thomas Karmasin, Münchens Alt-Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel, NOK-Präsident Walther Tröger, die stellvertretende Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland Charlotte Knobloch, Bundesinnenminister Otto Schily und Bayerns Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber zu einem friedvollen Miteinander und zu aktivem Einsatz gegen Unterdrückung, Hass und Gewalt.

Gedenkstunde zum 30. Jahrestag 2002

Auch drei Jahre später richtete der Landkreis Fürstenfeldbruck die zentrale Gedenkfeier anlässlich des 30. Jahrestages der Beendigung des Attentates auf die Sportmannschaft des Staates Israel aus. Über 400 Gäste begaben sich nach den gemeinsamen Gebeten mit Monsignore Thomas Bachmair, Dekan Ulrich Finke und Rabbiner Shaul Friberg vor dem Mahnmal auf das Flugfeld, dem Ort des tatsächlichen Geschehens, um mit Schweigeminuten der Opfer zu gedenken. Im Anschluss daran trafen sich die Anwesenden in der Offizierschule der Luftwaffe um der Gedenkstunde mit Ansprachen von Landrat Thomas Karmasin, Brigadegeneral Jörg Sohst, Bundesinnenminister Otto Schily, Shimon Stein, Botschafter des Staates Israel, Dr. Günter Beckstein, Bayerns stv. Ministerpräsidenten, Charlotte Knobloch, Vizepräsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, Dr. Gertraud Burkert, Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München, Graf Jacque Rogge, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees und Professor Walther Tröger, Präsident des Nationalen Olympischen Komitees Deutschlands, zu folgen.

Die Gedenkstätte 1999 vor dem Haupttor des Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck mit erklärender Tafel zu den Ereignissen vom 05. September 1972......

Bild von Gedenkstätte und Tafel Bild der erklärenden Tafel Bild einer Namenstafel

... im Ensemble mit einer Tafel mit den eingravierten Namen der in München und Fürstenfeldbruck ermordeten israelischen Sportler sowie des deutschen Polizeibeamten. Die gleiche Namenstafel sowie die Texttafel befinden sich auch am Ort des tatsächlichen Geschehens vor dem alten Tower auf dem Gelände des Fliegerhorstes. Die Tafel wurde am 05.09.2008 vom Schutzbau entfernt und in einer feierlichen Zeremonie am Tower aufgebaut.

Weitere Einzelheiten und Informationen zum jährlichen Gedenken, zur Gedenkstätte und dem 5. September 1972 finden Sie in der vom Landratsamt Fürstenfeldbruck herausgegebenen Broschüre.

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