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Das Amtsgebäude

Das Hauptgebäude in der Münchner Str. 32 in Fürstenfeldbruck

Am 5. Juli 1973 wurde der Neubau des Landratsamtes Fürstenfeldbruck in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste übergeben.

Bis dahin war das Amt im ehemaligen Brucker Zwerchhaus, dem heutigen Rathaus der Stadt Fürstenfeldbruck untergebracht. Dort, wo heute das Landratsamt Fürstenfeldbruck steht, befand sich früher der Bezirksgarten.

In zweijähriger Bauzeit ab 1971 entstand das heutige Haupthaus an der Münchner Str. 32 mit rd. 180 Büros. Den Auftrag für den Neubau erhielten im Juli 1969 die Architekten Hackl und Amon. Die wesentlichen Gesichtspunkte dieser Planung waren u.a. durch Konzentrierung der Baumasse möglichst viel Freiflächen zu erhalten. Die gewählte Kreuzform des Grundrisses vermied außerdem, dass einzelne Fachabteilungen zu lang und dadurch wenig überschaubar und schlecht belichtet würden. Beispielhaft an der Einrichtung des großen Sitzungssaales haben die Architekten einen weiteren für sie wichtigen Gesichtspunkt, der auch für die Büroräume galt, umgesetzt: Zweckmäßigkeit, Funktion und architektonische Gestaltung mit einfachen Einrichtungsgegenständen für die neue Behörde in Einklang zu bringen. Dem Fürsorgegedanken einer modernen Verwaltung entsprechend wurde auch eine Personalkantine errichtet.

Wie bei allen neuen, modernen Zweckbauten wurde bereits zum damaligen Zeitpunkt das Vorhaben, das die "Eingangssituation" des Stadtbildes verändern würde, auf vielen Ebenen diskutiert, ebenso wie die Monumentalität, Aussagekraft der verwendeten Materialien und die Kosten in Höhe von rd. 20 Millionen DM.

In den folgenden Jahren wurde die neue "Landkreiszentrale" mit ihren großzügigen, grünen Außenanlagen fest in das Bewusstsein unserer Landkreisbürgerinnen und Landkreisbürger verankert.

Veränderung nach rund 30 Jahren erforderlich

Zur Jahrtausendwende zeichnete sich ab, dass Veränderungen notwendig werden würden. Eine 1999 durchgeführte Besucherbefragung ergab, dass insbesondere die Eingangssituation mit der sehr großen, inzwischen baufällig gewordenen Freitreppe sehr negativ bewertet wurde. Sie stellte auch eine erhebliche Barriere für Menschen mit Behinderung sowie z.B. für Eltern mit Kinderwägen dar. Von den Mitbürgerinnen und Mitbürgern wurde u.a. auch eine zentrale Anlaufstelle mit kompetenten Ansprechpartnern und Serviceleistungen vermisst. In den letzten Jahrzehnten mehrten sich auch die Aufgaben immer mehr, so dass leider gerade publikumswirksame Stellen ausgelagert waren. Landkreisbürgerinnen und Landkreisbürger ebenso wie die Beschäftigten waren unzufrieden über schwer aufzufindende und schlecht erreichbare Außenstellen und den damit verbundenen Zeitverlusten.

Landrat Thomas Karmasin und ein Stab von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nahmen sich dieses "Problempaketes" an. Die Erweiterung des Amtes mit der Idee, ein Bürgerservice-Zentrum zu realisieren, war geboren.

Die Erweiterung des Landratsamtes Fürstenfeldbruck mit dem Pavillonanbau

Im Sommer 2000 gaben die Kreisgremien grünes Licht für das Projekt.
Den Auftrag für den Erweiterungsbau erhielt das Architekturbüro Gerum und Haake in Germering.

Erschließung, Konzept , Konstruktion und Freiflächen

Für den Pavillon, der 60 Büroräume einschließlich des Bürgerservice-Zentrums beinhaltet, wurde die Form eines elliptischen Baukörpers gewählt. Die dreigeschossige Ellipse behauptet sich trotz ihrer kompakten Außenmaße formal klar gegen den bisherigen Bestand und ist dennoch ein verbindendes Element zu der gegenüberliegenden, entlang der Amper beginnenden offenen Villenbauweise. Anstelle der ursprünglichen Freitreppe steht heute eine Eingangshalle, die sich vom Pavillon als eigener Baukörper abhebt und das Bindeglied zwischen Stammhaus und Neubau darstellt. Nach dem Betreten der Eingangshalle liegt das Bürgerservice-Zentrum sofort im Blickfeld. Neben dem Haupteingang haben die Architekten auch eine weitere barrierefreie Zugangsmöglichkeit von Osten her, vorbei an den Behindertenstellplätzen geschaffen.

Die Eingangshalle besteht aus einem Stahltragsystem mit einer Holz-Pfosten-Riegel-Fassade und Isolierverglasung. Die Flachdächer wurden mit extensiver Dachbegrünung versehen. Gestaltungsziel beim Pavillon war es, mittels einer leichten filigranen Fassadengestaltung und der Mehrschichtigkeit der konstruktiven Elemente von der Fassade einen Kontrast zu dem massiven eingesetzten Sichtbeton des Stammhauses herzustellen. An dem Pavillonanbau wurden die Primärkonstruktion und die Kernzone in Stahlbeton und die Zwischenwände als Gipskarton-Ständerwände ausgeführt. Für die Fassade wurde ebenfalls eine Holz-Pfosten-Riegel-Konstruktion gewählt. Dabei werden die Glasflächen von rötlich eingefärbten Paneelen unterbrochen.

Die Freiflächengestaltung, die ökologische, ökonomische und gestalterische Ansätze bestens verbindet hat das Architekturbüro Lohde übernommen. Im Norden ist der Pavillon-Neubau durch ein bogenförmiges Schilfbeet zur Regenwasserreinigung gefasst. Hier wird das Niederschlagswasser der Dachflächen gesammelt und in den bewachsenen Bodenfiltern gereinigt. Das filtrierte Wasser wird schließlich unter dem Schilfbeet zur Versickerung gebracht. Ein grundlegendes Entwurfselement war auch die großflächige Wiederverwendung der angefallenen Abbruchmaterialien. Die Weg- und Platzflächen wurden überwiegend aus recyceltem Granitkleingestein und den früher bereits verlegten Granitplatten erstellt. Draht-Schotter-Körbe mit Abbruchbeton der ehemaligen Treppenanlage dienen als Mauern zur Geländenivellierung. Die ehemaligen Granitstufen der Außentreppe sind als Bänderung in die Schattenstaudenbeete eingefügt. Zur Bepflanzung wurden vorwiegend heimische Gehölze, Wildstauden, Farne und Gräser verwendet.

Neuer Ost-Eingang des Landratsamtes
Blick auf die alte Garage des Landratsamtes
Das Landratsamt mit Garage vor dem Umbau 2002. Heute steht an Stelle der Garage der Verbindungsbau mit barrierefreiem Zugang für die Amtsbesucher.

 

Blick auf den neuen Haupteingang des Landratsamtes
Die große Freitreppe zum ehemaigen Haupteingang
An Stelle der baufälligen Freitreppe steht seit 2002 der neue Verbindungsbau mit Eingangsbereich. Links der Pavillonanbau mit Bürgerservice-Zentrum, rechts Teile des Stammhauses von 1973.

 

Blick von Westen auf das Biotop

Früherer Blick auf die Westseite

Blick vom Stockmeier Weg aus auf das Landratsamtsgebäude 1973 und heute mit Biotop.

 

Programm zur Amtseinweihung 1973

Amtsgebäude am Tag der Einweihung

Das Landratsamt Fürstenfeldbruck wurde am 5.Juli 1973 eingeweiht

 

Programm zur Einweihung des Erweiterungsbaues

Ausschnitt des Neubaus am Tag der Einweihung

... und am 23. Januar 2002 erweitert.

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