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Öffentliche Sicherheit und Ordnung
Integrierte Leitstelle


Betreiber

Vor dem Hintergrund des gesetzlichen Auftrags des zum 01.09.2002 in Kraft getretenen Gesetzes zur Einführung Integrierter Leitstellen in Bayern (ILSG) hat die Verbandsversammlung des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Fürstenfeldbruck (bestehend aus den Mitgliedslandkreisen Dachau, Fürstenfeldbruck, Landsberg und Starnberg) am 30.September 2004 beschlossen, den Landkreis Fürstenfeldbruck als Betreiber der Integrierten Leitstelle zu beauftragen. Als Folge dieser Betreiberentscheidung hat der Landkreis Fürstenfeldbruck am 01.Juni 2005 den Betrieb der Rettungsleitstelle übernommen und damit das Bayerische Rote Kreuz nach genau 25 Jahren Betreiberschaft abgelöst. Alle Mitarbeiter wurden in den Dienst des Landkreises übernommen und auf ihre neuen Aufgaben vorbereitet.

Technik

Das Herzstück der ILS Fürstenfeldbruck ist hochwirksame und moderne Kommunikationstechnik: Kommunikationsserver, Telefonanlage, Telefonalarmserver, neueste Funktechnik, Funkalarmsystem und Funkmeldesystem. Hard- und Software sind so ausgelegt, dass sie die bestehenden Anforderungen erfüllen und durch Migration technischen Weiterentwicklungen angepasst werden können.


Wesentliches Merkmal aller Integrierter Leitstellen in Bayern soll deren Vernetzung untereinander sein. Bei technischem Ausfall einer Leitstelle kann die "Partnerleitstelle" sofort einspringen und die Vertretung übernehmen. Für die Vernetzung der Integrierten Leitstellen sind einheitliche technische Standards notwendig.

Der Freistaat Bayern beschaffte hierzu u.a. die Einsatzsystemsoftware "ELDIS III By", stellte die Geodaten der Bayerischen Landesvermessungsverwaltung zur Verfügung und schloss einen Vertrag mit T-Systems Business Services über die Errichtung und den Betrieb eines "Virtual Private Network (VPN)" zur Vernetzung der Integrierten Leitstellen.

Das VPN ist auch in das Polizeinetz eingebunden, damit ein Datenaustausch mit der Polizei stattfinden kann, soweit die Einsatzbearbeitung dies erfordert.

Qualifikation der Mitarbeiter

So wichtig die technischen Voraussetzungen für die neuen Leitstellen sind, so kommt der Qualifikation des Leitstellenpersonals doch eine ganz besondere Bedeutung zu. Denn der tägliche, verantwortungsvolle Dienst stellt an die Disponenten hohe Anforderungen. Wie auch bereits in den Rettungsleitstellen muss der Disponent in einer ILS in der Lage sein, einen Notruf kompetent abzufragen, ein Meldebild zu erarbeiten und darauf basierend die richtige Disposition zu treffen. Dabei sind Ruhe und Übersicht besonders in kritischen und außergewöhnlichen Lagen äußerst wichtig. Zu den bereits bekannten und bewährten Alarmierungsregeln des Rettungsdienstes kam die neue Aufgabe der Feuerwehralarmierung hinzu. Persönliches Anforderungsprofil für die Mitarbeit in einer ILS ist deshalb die sog. „Doppelqualifikation“. Das heißt, für diese Tätigkeit ist eine Ausbildung als Rettungsassistent sowie eine fundierte feuerwehrtechnische Aus- oder Fortbildung erforderlich. Um dies entsprechend in der Praxis umzusetzen, ist ein umfangreiches Schulungs- und Fortbildungsprogramm der vorhandenen wie auch der neuen Mitarbeiter der Integrierten Leitstellen obligatorisch.

 

 

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