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„1000 Schulen für unsere Welt“

29.03.2019

Foto: Margret Kopp Hier in Bonsoukou/ Sadouri, Togo, soll eine der 10 Schulen entstehen, die der Landkreis Fürstenfeldbruck über Spenden finanzieren will.

Foto: Landratsamt Fürstenfeldbruck Haben ein ehrgeiziges Ziel im Blick: der Initiator der „1000 Schulen für unsere Welt“- Gemeinschaftsaktion, Landrat Stefan Rößle aus dem Landkreis Donau-Ries, Margret Kopp von der Aktion PiT – Togohilfe e.V. und Landrat Thomas Karmasin.

Landrat Karmasin startet eine Spendeninitiative unter dem Dach der Gemeinschaftsinitiative "1000 Schulen für unsere Welt"

Ein Schulbauprojekt in Afrika kostet circa 50.000 € - in etwa soviel wie sich zum Beispiel für einen gebrauchten Porsche erlösen lässt.
Mit einem sehr persönlichen Bericht erläuterte der Landrat des Landkreises Donau-Ries, Stefan Rößle, auf Einladung von Landrat Thomas Karmasin zusammen mit Kreisrätin Margret Kopp die Initiative „1000 Schulen für unsere Welt“. Rößle erzählte, wie er dazu kam, zunächst in seinem Landkreis ein Projekt „10 Schulen für Afrika“ ins Leben zu rufen: Er wollte schnell etwas Gutes bewirken und finanzierte privat in Kooperation mit der Reiner Meutsch Stiftung Fly & Help eine erste Schule in Malawi.

Bald folgten weitere; bis 2020 sollen circa 20 Schulen mit Geldern aus dem Landkreis Donau-Ries gebaut werden. Die drei kommunalen Spitzenverbände – Städte-, Gemeinde- und Landkreistag – haben im November letzten Jahres das Startsignal für die deutschlandweite Gemeinschaftsinitiative „1000 Schulen für unsere Welt“ gesetzt. Schirmherr ist Minister Dr. Gerd Müller.

Landrat Thomas Karmasin zeigt sich von der Konzeption und dem Erfolg der Initiative begeistert und will mitmachen: „Ich möchte dieses Projekt unterstützen. Als Ziel schlage ich vor, dass mit Hilfe von Spenden aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck innerhalb eines Jahres 10 Schulbauten finanziert werden können.“

Im Landkreis Fürstenfeldbruck hat der Maisacher Verein Aktion PiT Togohilfe e.V. eine auf langjährige Erfahrung gegründete ausgezeichnete Expertise, die er gerne für die Initiative zur Verfügung stellt. Margret Kopp, Vorsitzende des Vereins und Kreisrätin, hat sogar schon die Dörfer im Blick, die sehnsüchtig auf eine neue Schule – oder überhaupt ein Gebäude, das man als Schule bezeichnen kann – warten. Die Togohilfe wird die Organisation und das Spenden sammeln zusammen mit dem Landrat unter dem Dach der Gemeinschaftsinitiative und in Kooperation mit der Stiftung Fly & Help übernehmen.
Margret Kopp zeigte Bilder von Strohhütten, in denen Unterricht abgehalten wird. Sie betonte: „Wir befragten die Menschen in Togo, was ihre eigenen Prioritäten sind. Alle waren sich darüber einig: Das Wichtigste für sie ist der Zugang zur medizinischen Ver-sorgung. Gleich danach nennen sie den Zugang zur Bildung. Sie wissen, dass Bildung über die Zukunft entscheidet. Mich hat das sehr berührt, denn viele Erwachsene sind selbst noch Analphabeten. Dennoch ist für sie entscheidend, dass ihre Kinder zur Schule gehen können.“
Allen Schulbauprojekten, die Margret Kopp vorschlägt, ist gemeinsam, dass die einheimische Bevölkerung engagiert ist und bereit, ihren Beitrag zu leisten. Lehrer müssen vorhanden sein und das Dorf muss sich verpflichten, für den Unterhalt der Schule zu sorgen.

Der erste Schritt ist bereits gemacht – nun gilt es, mit Hilfe der Spenden von Unternehmen und Bürgern die Pläne in die Tat umzusetzen. Der Landkreis Fürstenfeldbruck soll so seinen Beitrag zur Stärkung der Bildung leisten. Nur durch Bildung lassen sich die eigenen Entwicklungskräfte der Menschen in den Ländern des Globalen Südens fördern.

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