Landratsamt Fürstenfeldbruck
Aktuelles
  • Bürgerservice08141-519 999

Aktuelles

Engagement des Landkreises Fürstenfeldbruck in der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit mit Jordanien

21.06.2019

Foto: Landratsamt Fürstenfeldbruck Die siebenköpfige Delegation aus den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Dachau im Kreise der Kollegen aus Jordanien, u.a. mit Dr. Thomas König, Vorstand der GfA (2.v.l.)

Foto: Landratsamt Fürstenfeldbruck Sabine Schulz-Hammerl, Werkleitung des Abfallwirtschaftsbetriebs des Landkreises Fürstenfeldbruck (AWB), bei der Besichtigung einer Mülldeponie in Jordanien

Im Rahmen der Initiative „Kommunales Know-how für Nahost“ hat der Landkreis Fürstenfeldbruck gemeinsam mit dem Landkreis Dachau, Vertretern des gemeinsamen Kommunalunternehmen GfA (Gemeinsames Kommunalunternehmen für Abfallwirtschaft der Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau) und des Abfallwirtschaftsbetriebs Fürstenfeldbruck mit einer siebenköpfigen Delegation Mitte Juni vier Kommunen in Jordanien besucht.

Finanziell gefördert wurde die Reise von Engagement Global – Service für Entwicklungsinitiativen, einer gemeinnützigen Gesellschaft, die als zentrales Instrument des Bundes zur Unterstützung kommunaler entwicklungspolitischer Aktivitäten fungiert.

Der von Engagement Global und Connective Cities, einem Kooperationsprojekt mit dem Deutschen Städtetag und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), betreuten und finanzierten Initiative „Kommunales Know-how für Nahost“ hat sich der Landkreis Fürstenfeldbruck gemeinsam mit dem Landkreis Dachau angeschlossen.

Jordanien hat derzeit rund 10,5 Millionen Einwohner und in den letzten Jahren als unmittelbares Nachbarland knapp eine Million syrische Flüchtlinge aufgenommen, was die ohnehin bestehenden Herausforderungen insbesondere bei der Wasserver- und Abfallentsorgung weiter verschärft hat. Die hohen Flüchtlingszahlen gehen mit massivem zusätzlichen Druck auf die knappen natürlichen Ressourcen des Landes sowie mit hohen öffentlichen Zusatzaufgaben (insbesondere in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Bildung, allgemeine Infrastruktur und Energiesubventionen) einher und führen zur Überlastung zahlreicher Kommunen.

Ziel der Reise war es, vor Ort zunächst einen Eindruck von den abfallwirtschaftlichen Strukturen und Herausforderungen zu gewinnen, mit denen die jordanischen Behörden konfrontiert sind und gemeinsam auf Augenhöhe abfallwirtschaftliche Fragestellungen und Strukturen zu diskutieren.

Aus den besuchten Kommunen Madaba, Ajloun, Al-Mazar und Ar-Ramtha soll schließlich eine Kommune ausgewählt werden, mit der auf dem Gebiet der Abfallwirtschaft ein intensiver Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer erfolgen wird. Mit Hilfe des gemeinsamen kommunalen Fachwissens des Abfallwirtschaftsbetriebes des Landkreises Fürstenfeldbruck, des Landratsamtes Dachau und der GfA sollen verschiedene lokale Lösungsansätze erarbeitet und gemeinsam umgesetzt werden.

„Es ist beeindruckend, wie engagiert die jordanischen Kommunen an der Bewältigung der infrastrukturellen Probleme im Bereich der Abfallwirtschaft arbeiten“, so Sabine Schulz-Hammerl, Werkleitung des Abfallwirtschaftsbetriebs des Landkreises Fürstenfeldbruck (AWB). „Deutschland gilt als Vorreiter im Bereich Abfallvermeidung und –trennung. Die besuchten Kommunen sind sehr offen für neue Impulse, die wir als Delegation einbringen konnten.“

Von dieser Initiative profitieren auch die deutschen Kommunen: Die Bewältigung der mit der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit verbundenen fachlichen, organisatorischen und nicht zuletzt auch kulturellen Herausforderungen stärkt die entsprechenden Kompetenzen in sachverwandten Problemlagen. Darüber hinaus vertieft sich die Zusammenarbeit und der fachliche Austausch zwischen den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Dachau.

Im Rahmen eines für Herbst geplanten Gegenbesuchs in den beiden Landkreisen sollen der kommunale Erfahrungsaustausch und die gemeinsamen Bemühungen zur Unterstützung der jordanischen Partnerkommune bei der Bewältigung abfallwirtschaftlicher Herausforderungen und Schwierigkeiten weiter intensiviert und konkretisiert werden.

Zurück
nach oben