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Fachtag „Migration – Situation und Handlungsbedarfe im Landkreis Fürstenfeldbruck“

09.08.2018

Kreisrätin und Moderatorin Petra Weber mit Dr. Manuel Leupold, der das Integrationskonzept der Stadt Germering vorstellt. (Foto: Landratsamt Fürstenfeldbruck)

Beim Fachtag „Migration – Situation und Handlungsbedarfe im Landkreis Fürstenfeldbruck“ Ende Juli haben auf Einladung von Kreisrätin Petra Weber, Referentin des Kreistages für Gleichstellung, Integration und Migration, an die 50 Teilnehmer die aktuelle Lage in der Region erörtert und über die dringlichsten Notwendigkeiten diskutiert.

Beim Fachtag „Migration – Situation und Handlungsbedarfe im Landkreis Fürstenfeldbruck“ Ende Juli haben auf Einladung von Kreisrätin Petra Weber, Referentin des Kreistages für Gleichstellung, Integration und Migration, an die 50 Teilnehmer die aktuelle Lage in der Region erörtert und über die dringlichsten Notwendigkeiten diskutiert.

Landrat Thomas Karmasin dankte den Teilnehmern der Veranstaltung, dass sie sich mit ihrem Engagement einbringen. Nach einem fachlichen Vortrag mit Daten und Fakten sowie der Vorstellung der bisherigen Maßnahmen im Landkreis, wurden kleine Arbeitsgruppen gebildet. Sie diskutierten zu den Lebenswelten Kindheit/Jugend, Erwachsene, Alter/Senioren sowie zum Komplex Vernetzung/Struktur/Partizipation über mögliche Schritte im Bereich Migration. Auch wenn die Asylproblematik hier einen wichtigen Teilbereich ausmachte, lag der Themenschwerpunkt vor allem auf der Migration im Allgemeinen. Die Teilnehmerliste setzte sich zusammen aus Bürgermeistern, Kreisräten, Vertretern der Wohlfahrtsverbände, der Wirtschaft, des Jobcenters und der Bundesagentur, aber auch aus Helferkreisen und Verwaltungsmitarbeitern. 

Ein Ergebnis war, dass die vielfältigen Angebote im Landkreis oft nicht von Migranten angenommen werden. Die Ursachen könnten zum einen im fehlenden Sprachverständnis, an mangelnder Information oder am kulturellen Hintergrund liegen. Es gibt jedoch auch Bereiche, in denen der Anteil an  hilfesuchenden Migranten wächst, was sich auf vielfältige Gründe wie beispielsweise unsichere Arbeits- und Wohnverhältnisse oder fehlende Kompetenz im Umgang mit Behördenangelegenheiten zurückführen lässt. Ein zentraler Faktor für gelungene Integration ist die Sprache. Besonders bei Frauen, älteren Menschen und Menschen aus dem EU-Ausland sind in diesem Bereich noch Lücken für Sprachförderung vorhanden. Es werden Menschen gebraucht, die Brücken zwischen den Kulturen und Sprachen bauen können. Grundsätzlich wurde deutlich, dass der Blick über den Bereich Asyl hinaus sowohl inhaltlich als auch strukturell geweitet werden muss.

Hintergrund der Veranstaltung ist der Beschluss des Kreisausschusses, die aktuelle Situation im Landkreis zu klären und die wichtigsten Bedarfe zu eruieren. Kreisrätin Petra Weber, die die Veranstaltung moderiert hat: „Bei diesem Fachtag sind die maßgeblichen Akteure zusammengekommen und haben in angenehmer Atmosphäre diskutiert. Das war ein guter Start und es ist notwendig, diesen fachlichen Austausch fortzusetzen und adäquate Strukturen der Verankerung zu finden, um der kulturellen Vielfalt im Landkreis gerecht zu werden.“ Dies wird als Auftrag aus der Veranstaltung mitgenommen, sowie die zahlreichen Informationen, Anregungen und Bedarfe der Teilnehmer als Grundlage für das weitere Vorgehen festzuhalten.

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