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Verkehrsfreigabe Kreisstraße FFB 2 nach dem Ausbau der Ortsdurchfahrt Jesenwang

06.12.2018

Foto: Landratsamt Fürstenfeldbruck Haben feierlich die Ortsdurchfahrt in Jesenwang wieder für den Verkehr freigegeben: Karl Stecher, Leiter des Straßenverkehrsamts, Stv. Landrat Johann Wieser, Erwin Fraunhofer, Bürgermeister von Jesenwang, Landrat Thomas Karmasin, die Kreisräte Johann Wörle und Franz Höfelsauer, Ulrich Grad vom Staatlichen Bauamt Freising und Reinhold Volger vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern.

Am Donnerstag, den 6. Dezember ist die neu erstellte Ortsdurchfahrt Jesenwang feierlich eröffnet worden.

Am Donnerstag, den 06. Dezember 2018 gaben Landrat Thomas Karmasin und der Bürgermeister der Gemeinde Jesenwang, Erwin Fraunhofer, sowie der Vorstandsvorsitzende der Teilnehmergemeinschaft Jesenwang II, Reinhold Volger vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern, im Beisein zahlreicher Gäste die neu erstellte Ortsdurchfahrt von Jesenwang für den öffentlichen Verkehr frei.

Der Ausbau der Ortsdurchfahrt erfolgte als Gemeinschaftsmaßnahme des Landkreises Fürstenfeldbruck, dem Staatlichen Bauamt Freising und dem Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern, das für Grunderwerb, Planung und Bauleitung des Gehweges in der Grafrather Straße und dessen Bezuschussung zuständig war. Der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft Dorferneuerung Jesenwang II entwickelte gemeinsam mit den Anliegern das Konzept hierzu und stimmte die Planung in öffentlichen Vorstandssitzungen und Versammlungen ab.

Die Kreisstraße FFB 2 ist sowohl für die regionale Verkehrsabwicklung als auch für die Ableitung des Verkehrs zum überörtlichen Straßennetz von Bedeutung. Sie ist ein wichtiger Zubringer zum übergeordneten Verkehrsnetz und hat eine Verkehrsbelastung von täglich 2.565 Kraftfahrzeugen, wobei der Güterverkehrsanteil bei 119 Fahrzeugen pro Tag liegt.

Erhebliche Mängel hatte die alte Ortsdurchfahrt hinsichtlich der Verkehrsführung und der Entwässerung. Wegen der fehlenden Gehwege war die Verkehrssicherheit für Fußgänger und insbesondere für Schulkinder zur Bushaltestelle nicht gewährleistet.

Um den einseitigen rund 500 m langen Gehweg bauen zu können, mussten von verschiedenen Eigentümern insgesamt 846 m² Grund erworben werden.
Die hierzu notwendigen Grundstücksverhandlungen führte maßgeblich Bürgermeister Erwin Fraunhofer. Die Vertragsgestaltung, Vermessung und weitere katastertechnische Behandlung dieser Bodenordnung hat das Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern vorgenommen.
Besonders erfreulich ist, dass durch die Gemeinschaftsbaumaßnahme die Verkehrssicherheit im Ort stark verbessert wurde. Die durch den Ort führende Kreisstraße FFB 2 ist nun durchgehend 6 Meter breit und im Kurvenbereich aufgeweitet. Auch ein 1,80 m breiter Gehweg konnte angebaut werden. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Fußgänger wurde eine Mittelinsel als Querungshilfe im südlichen Einmündungsbereich zur Staatsstraße errichtet. Die bestehenden Mittelinseln im Einmündungsbereich der Mammendorfer Straße wurden behindertengerecht zu Querungshilfen umgebaut.


Der vorhandene Straßenbelag war teerhaltig, er musste zwischengelagert und in einer Deponie fachgerecht entsorgt werden. Im Zuge der Straßen- und Gehwegbaumaßnahme wurde von der Gemeinde Jesenwang die Stra-ßenbeleuchtung erneuert und auf LED umgestellt. Des Weiteren wurde vom Wasserzweckverband Landsberied die Wasserleitung erneuert. An der Gasleitung waren umfangreiche Verlegearbeiten von Erdgas Südbayern durchzuführen. Ebenso wurde die Neuverlegung von Leitungen der Telekom und der Stadtwerke Fürstenfeldbruck in den neuen Gehweg erforderlich. Die Staatsstraße St 2054 wurde im Kreuzungsbereich überplant und ebenfalls komplett erneuert.

In rund neun Monaten Bauzeit konnte das aufwändige Bauvorhaben unter Vollsperrung des Durchfahrtsverkehrs von den beauftragten Firmen zur Zufriedenheit aller Beteiligten fertig gestellt werden. Die Baufirmen und alle befassten Behörden waren bemüht, die Unannehmlichkeiten und Erschwernisse für die Anlieger so gering wie möglich zu halten.

Die Baukosten für die insgesamt ca. 650 m langen Straßenabschnitte einschließlich Gehweg betragen voraussichtlich 1,47 Mio. €.
Der Landkreis trägt davon ca. 700.000 € für die Fahrbahn der Kreisstraße. Auf die Gemeinde Jesenwang entfallen ca. 240.000 € für Verkehrsinseln und die Gehwege im Zuge der Dorferneuerungsmaßnahme. Der Gehweg entlang der Grafrather Straße und südlich der Staatsstraße wird vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern mit ca. 240.000 € bezuschusst.

Weitere 140.000 € kosten die Gehwege nördlich der Staatsstraße und entlang der Mammendorfer Straße. Die Erneuerung der Staatsstraße St 2054 im Kreuzungsbereich kostet ca. 150.000 €.

Als parallel laufende Maßnahme des Landkreises wurde die Kreisstraße FFB 2 südlich von Jesenwang als sogenannter Teilausbau bituminös verstärkt und mit einer neuen Deckschicht versehen. Die Kosten hierfür liegen zusätzlich bei ca. 450.000 €.

Die Regierung von Oberbayern bezuschusst beide Landkreis-Maßnahmen voraussichtlich mit einem Festbetrag, der anteilig auf Landkreis und Gemeinde verteilt wird.

Der Landkreis Fürstenfeldbruck und die Teilnehmergemeinschaft Jesenwang II  danken den Grundstückseigentümern, die durch ihre Bereitschaft zum Verkauf der erforderlichen Grundstücke die Voraussetzung zum Straßenausbau und zum Anbau des Gehweges geschaffen haben, sowie den Anwohnern für die aufgebrachte Geduld und das gezeigte Entgegenkommen hinsichtlich der unumgänglichen Einschränkungen während der Bauphase. Ein weiterer Dank gilt der guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde Jesenwang, dem Amt für Ländliche Entwicklung, den beteiligten Firmen und den Planungsbüros.

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