Landratsamt Fürstenfeldbruck
Asyl und Migration
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Asylrecht ist in Art. 16a des Grundgesetzes verankert. Es ist das einzige Grundrecht, das nur Ausländern zusteht. Die Bundesrepublik Deutschland gewährt Flüchtlingen durch das Asylverfahren und das Aufenthaltsrecht Schutz.
Ausländer können auch als Flüchtlinge im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt werden. Die Anerkennung erfolgt, wenn Leben oder Freiheit im Herkunftsstaat z. B. wegen der Rasse, Religion oder politischen Überzeugung bedroht ist.

Personen, die als Asylberechtigte anerkannt werden, erhalten eine auf drei Jahre befristete Aufenthaltserlaubnis.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des  Bundesamt für Migration und Flüchtlinge .

Die Entscheidung über das Asylverfahren trifft allein das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Die Ausländerbehörde ist an die Feststellungen gebunden und nicht berechtigt, hiervon abzuweichen.

 Hier finden Sie den organisatorischen Ablauf des Asylverfahrens des BAMF.

Arbeitserlaubnis/Beschäftigung von Asylbewerbern:

Asylbewerbern kann nach dem Asylgesetz eine Beschäftigung erlaubt werden, wenn sie sich seit mindestens drei Monaten gestattet im Bundesgebiet aufhalten und die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit erfolgt ist. Die Drei-Monats-Frist beginnt mit der Äußerung eines Asylgesuchs gegenüber der Grenzbehörde, einer Ausländerbehörde oder der Polizei.

Für Flüchtlinge aus sicheren Herkunftsstaaten besteht ein gesetzliches Verbot einer Beschäftigung . Dies betrifft aktuell

  • Albanien
  • Bosnien und Herzegowina
  • Ghana
  • Kosovo
  • Mazedonien, ehemalige jugoslawische Republik
  • Montenegro
  • Senegal
  • Serbien

Vor der Arbeitsaufnahme ist von Inhabern einer Aufenthaltsgestattung oder Duldung mit dem (Formblatt Arbeitserlaubnis) die Arbeitserlaubnis bei der Ausländerbehörde zu beantragen.

Grundsätzlich ist die Zustimmung der örtlichen Arbeitsagentur erforderlich. Die Ausländerbehörde holt die Zustimmung der Arbeitsagentur ein, die Person muss sich nicht selbst um eine Zustimmung bemühen. Sind die Asylbewerber länger als drei Monate, aber kürzer als 15 Monate im Land, greift die Vorrangprüfung. Für Deutsche und EU-Ausländer gilt auf dem Arbeitsmarkt das Vorrang-Prinzip: Steht für eine Stelle ein Deutscher oder EU-Ausländer zur Verfügung, muss der Arbeitgeber vorrangig diese beschäftigen und der Asylbewerber erhält die Stelle nicht.
Hierzu leitet die Ausländerbehörde den Antrag an die Agentur für Arbeit weiter. Die prüft, ob die Stelle vorrangig mit anderen Bewerbern zu besetzen wäre und ob die Bezahlung den allgemeinen Standards entspricht. Wenn die Agentur zustimmt, prüft die Ausländerbehörde,  ob alle Voraussetzungen erfüllt sind und entscheidet über die Erteilung einer Arbeitsgenehmigung. Die Antragssteller werden schriftlich über die Entscheidung informiert. Der Arbeitsverdienst wird auf die Leistungen, die ggf. nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bezogen werden, angerechnet.

Ein unentgeltliches Praktikum zur Berufsorientierung kann bis zu drei Monaten gewährt werden. Formblatt Arbeitserlaubnis 

Weitere Informationen zur Beschäftigung von Asylbewerbern erhalten Sie auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit.

Hinweis:

Bei der Beschäftigung von Asylbewerbern ist der Arbeitgeber für eine entsprechende Unfallversicherung und den Sozialversicherungsschutz selbst verantwortlich. Asylbewerber werden vom Landkreis bzw. der Ausländerbehörde nicht versichert.

Arbeitsgelegenheit:

Asylbewerber können mit ihrer Unterbringung in einer staatlichen Unterkunft nach § 5 AsylbLG sog. Arbeitsgelegenheiten wahrnehmen oder auch zu dieser verpflichtet werden. Die Arbeitsgelegenheiten können nur bei staatlichen, kommunalen oder gemeinnützigen Trägern wahrgenommen werden.

Es muss sich um Arbeiten handeln, die hinsichtlich Umfang und Zeitpunkt sonst nicht verrichtet worden wären und die 20 Stunden in der Woche nicht überschreiten.

Für die geleistete Arbeit wird eine Aufwandsentschädigung von 0,80 EUR pro Stunde ausgezahlt, ohne dass ein Arbeitsverhältnis begründet wird.

Vor Aufnahme einer Arbeitsgelegenheit ist die Zustimmung der Ausländerbehörde einzuholen.

Formblatt Arbeitsgelegenheit

Personen, die im Besitz einer Aufenthaltsgestattung oder einer Duldung sind, ist es nicht gestattet, ins Ausland, auch nicht innerhalb der EU, zu reisen.

In besonderen Ausnahmefällen, z.B. bei Schulausflügen, kann hiervon eine Ausnahme gemacht werden. Eine Auslandsreise bedarf der vorherigen Genehmigung durch die Ausländerbehörde.

Die Bundesländer sind gesetzlich zur Unterbringung von Asylbegehrenden verpflichtet. Sie müssen die dazu erforderlichen Aufnahmeeinrichtungen schaffen und unterhalten. Reichen die vorhandenen Asylbewerberunterkünfte nicht aus, ist der Landkreis verpflichtet, dezentrale Unterkünfte zu organisieren.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Es reisen auch viele junge Flüchtlinge ein, die noch minderjährig und ohne Begleitung der Eltern sind. Diese werden vom Jugendamt in Obhut genommen, in Einrichtungen der Jugendhilfe untergebracht und von pädagogischen Fachkräften betreut. Gegebenenfalls wird ein Vormund bestellt.

Asylbewerber erhalten Krankenhilfe gemäß § 4 AsylbLG. Dieses umfasst die Behandlung von akuten Schmerzzuständen. Leistungen bei Schwangerschaft und Geburt sowie Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen werden durch § 6 AsylbLG abgedeckt.

Ab einer ununterbrochenen Aufenthaltsdauer von 15 Monaten in der Bundesrepublik sind auch Asylbewerber gesetzlich krankenversichert.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Auf der Homepage des Robert-Koch-Institutes finden Sie Informationen zur gesundheitlichen Situation von Asylbewerbern.

Dort finden Sie auch Berichte über meldepflichtige Infektionskrankheiten bei Asylsuchenden in Deutschland.

Das Brucker Forum, kath. Erwachsenenbildung in der Stadt und im Landkreis Fürstenfeldbruck e.V., hat im Auftrag des Landratsamtes Fürstenfeldbruck die Aufgabe der Koordination und Durchführung von Deutschkursen sowie die Koordinierung und Fortbildung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bei der Durchführung von Deutschkursen übernommen.

Zielgruppe dieser Deutschkurse sind Asylbewerberinnen und Asylbewerber, die noch keinen Zugang zu den Integrationskursen haben, sich aber im unmittelbaren Lebensumfeld orientieren und in typischen Alltagssituationen auf Deutsch verständlich machen wollen.

Asylbewerber der Staaten Syrien, Irak, Iran und Eritrea bekommen einen Zugang zu Deutsch- und Integrationskursen über das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Für alle Kinder in Deutschland besteht Schulpflicht. Auch Kinder, deren Eltern als Flüchtlinge eingereist sind, müssen die Schule besuchen.

Die Schulpflicht beginnt nach einem dreimonatigen Aufenthalt in Deutschland zu greifen. Eltern müssen ihr Kind in der örtlichen Schule anmelden.

Ein Asylbewerber darf sich nach drei Monaten Aufenthalt in Deutschland grundsätzlich vorübergehend ohne räumliche Beschränkung im Gebiet der gesamten Bundesrepublik aufhalten.

Bei Straftätern und Personen, bei denen Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz bekannt geworden sind oder bei denen aufenthaltsbeendende Maßnahmen konkret bevorstehen, kann eine Residenzpflicht wieder angeordnet werden.

Die Verpflichtung, unter der zugewiesenen Adresse Wohnung nehmen zu müssen, besteht weiterhin fort.

Asylbewerber dürfen nach § 53 Abs. 2 Satz 1 AsylG in eine Privatwohnung ziehen, wenn die Anerkennung als Asylberechtigter erfolgt ist.

Noch nicht anerkannten Asylbewerbern kann auf Antrag bei der zuständigen Ausländerbehörde die private Wohnsitznahme ausnahmsweise gestattet werden. Hierfür ist Voraussetzung, dass der Asylbewerber keine Leistungen nach dem AsylbLG mehr benötigt (z.B. Lebensunterhaltssicherung durch eigenes Einkommen oder durch Ehegatten).

Entfallen die Vorausssetzungen nachträglich (z.B. durch Verlust des Arbeitsplatzes) und es werden wieder Leistungen nach dem AsylbLG beansprucht, muss die Person wieder in eine Asylunterkunft ziehen.

Das Caritas-Zentrum Fürstenfeldbruck berät die im Landkreis lebenden Flüchtlinge in den Erstaufnahmeeinrichtungen und an den Standorten Eichenau, Fürstenfeldbruck, Germering, Grafrath, Gröbenzell, Mammendorf und Olching mehrmals in der Woche in offenen Sprechstunden. An diesen Standorten werden auch die Asylbewerber aller anderer Gemeinden außer Puchheim mitbetreut.

Außerdem gibt es auch Beratungen in Puchheim durch das Diakonische Werk. Das ZAM (Zentrum Asyl und Migration) findet man in Fürstenfeldbruck, im 2. Stock der Hauptstr. 1a, Tel. (08141) 306300, E-Mail: asylberatung-ffb@caritasmuenchen.de .

Das Landratsamt Fürstenfeldbruck kümmert sich anhand der von der Regierung von Oberbayern vorgegebenen Leitlinien (Regierung von Oberbayern) um die Ausstattung der dezentralen Asylbewerberunterkünfte. Bei der Beschaffung der Einrichtungsgegenstände wird darauf geachtet, dass sie wirtschaftlich und langlebig sind. In der Regel sollen die Gegenstände nicht leicht zu beschädigen und einfach austauschbar sein. Deshalb wird eine einfache und robuste Grundausstattung (Bett, Schrank, Tisch, Stuhl, Koch- und Waschgelegenheit, Kühlschrank und Spüle) zur Verfügung gestellt.

Die Asylbewerber bekommen vom Landratsamt Fürstenfeldbruck eine Erstausstattung, wenn sie von der Erstaufnahmeeinrichtung in eine dezentrale Unterkunft des Landkreises zugewiesen werden. Zur Erstausstattung für eine Person gehören:

  • Bettwäsche
  • Decke
  • Kopfkissen
  • kleines Handtuch
  • großes Handtuch
  • zwei Töpfe
  • ein flacher und ein tiefer Teller
  • Tasse
  • Besteck (Löffel, Messer, Gabel, kleiner Löffel)

Gemeinschaftsunterkünfte werden durch die Regierung von Oberbayern betrieben. Dort steht eine Verwaltung, ein Hausmeister und eine Sozialberatung zu festen Öffnungszeiten zur Verfügung.

Die Belegung der Unterkünfte mit geigneten Personen erfolgt durch die Regierung von Oberbayern unter Beachtung einer sozialverträglichen Unterbringung.

Viele Menschen sind bereit, gebrauchte Möbel oder Elektrogeräte, wie z. B. Fernseher, Wasserkocher usw. an Asylbewerber sowie Flüchtlinge mit positivem ausländerrechtlichen Schutzstatus (sogenannte Fehlbeleger) zu verschenken.

In den engen Wohn- und Schlafräumen ist nicht viel Platz, um zusätzliches Mobiliar zu der gestellten Erstausstattung aufzustellen. Deshalb bitten wir, von Sachspenden abzusehen und, wenn aus Ihrer Sicht dennoch nötig, immer mit dem Betreuer des Objektes zu besprechen, um Brandlasten zu vermeiden.

Kontaktbox

Öffnungsz.

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Personenstands- und Ausländerwesen

Landratsamt Fürstenfeldbruck
Industriestr. 10 (3. OG)
82256 Fürstenfeldbruck

E-Mail: service-auslaenderamt@lra-ffb.de

zu erreichen mit der S-Bahn, Haltestelle Buchenau und den Buslinien 836 und 840 Haltestelle Industriestraße

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Einbürgerungsbehörde
Mo - Do.08.00 - 12.00 Uhr
Asylbehörde
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Leistungsbehörde
Mo - Fr.08.00 - 12.00 Uhr

Kontakt

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E-MailAndreas Buchner
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Asylsozialberatung

LeitungLuitgard Reigl
Telefon08141/519-201
Telefax08141/519-219
E-Mail

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