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Mahnmal

Das Mahnmal zum Gedenken an die KZ-Häftlinge

 

      

 

Inschrift auf dem Mahnmal:

"Hier führte in den letzten Kriegstagen im April 1945 der Leidensweg der KZ-Häftlinge aus den Todeslagern Kaufering /Landsberg vorbei ins Ungewisse."

 

Das Mahnmal in Fürstenfeldbruck erinnert an den Todesmarsch von KZ-Häftlingen aus den Lagern Landsberg/Kaufering. Kurz vor dem Zusammenbruch des Nazi-Regimes und vor dem Einmarsch der Amerikaner wurden die verhungerten und zerlumpten, fast ausschließlich jüdischen Zwangsarbeiter aus Richtung Landsberg durch die Pucher- und Dachauer Straße in Fürstenfeldbruck getrieben.

Der Bildhauer Hubertus von Pilgrim hatte das Denkmal geschaffen, das in immer gleicher Form jeweils eine Station des langen und meist tödlichen Leidensweges Tausender von KZ-Häftlingen aus Dachau und seinen Außenlagern markiert: Gauting, Pasing, Allach, Planegg, Gräfelfing, Grünwald, Aufkirchen (Berg), Geretsried, Icking, Waakirchen, Bad Tölz, Wolfratshausen, Krailling, Achmühle (Eurasburg), Königsdorf, Starnberg, Karlsfeld, Obermenzing, Dachau, Utting und Kaufering.

1989 wurde in Gauting durch eine Schülerfacharbeit und Zeitungen die Erinnerung geweckt und das erste Mahnmal aufgestellt. 1992 fand die Aufstellung eines Abgusses in der Jerusalemer Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem statt.

In Fürstenfeldbruck fand im Dezember 1992 eine Demonstration gegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass statt. Die Eichenauer Friedensinitiative appellierte dabei öffentlich an die damalige Landrätin Rosemarie Grützner, die Aufstellung eines Mahnmales an die Todesmärsche zu unterstützen. Mit zahlreichen Spenden aus der Bevölkerung und der Unterstützung durch den Landkreis und die Stadt Fürstenfeldbruck konnte das Mahnmal am 28. April 1994 feierlich eingeweiht werden. Auf Einladung des Arbeitskreises Mahnmal waren außer der Prominenz aus Politik und Kirche und der zahlreich erschienenen Bevölkerung auch zwei Überlebende mit ihren Frauen aus Israel gekommen.

Alljährlich zum Tag der Opfer des Nazi-Regimes am 27. Januar werden am Mahnmal Schweigeminuten abgehalten und verschiedene Veranstaltungen zum Thema durchgeführt.

Das Landratsamt Fürstenfeldbruck hat in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Mahnmal Fürstenfeldbruck im Jahr 2007 eine Dokumentation  mit Augenzeugenberichten und Bildern (PDF-Datei; ca. 1,2 MB) über die Märsche und Transporte der KZ-Häftlinge durch den Landkreis Fürstenfeldbruck in den letzten Tages des 2. Weltkriegs herausgebracht.

Im April 2009 im Landratsamt Fürstenfeldbruck und im Januar 2010 in der Sparkasse Fürstenfeldbruck fand eine Ausstellung "15 Jahre Mahnmal Fürstenfeldbruck - Erinnern, Gedenken, Versöhnen" statt.
Nähere Informationen finden Sie im
Ausstellungskatalog (PDF-Datei; ca. 3,2 MB).

 

Sprecherin des Arbeitskreis Mahnmal ist Julia Zieglmeier, Tel 08141 524633

 

 

 

 

 

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