Landratsamt Fürstenfeldbruck
Nahverkehrsplan: Bürgerbeteiligung
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Nahverkehrsplan: Auswertung Bürgerbeteiligung zum ÖPNV

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Gut 46% der Befragten gehörten zur Altersstruktur der 30- bis unter 50-Jährigen, knapp 27 % zu den 50- bis unter 65-Jährigen. Knapp 20 Prozent waren unter 18 bis unter 30 Jahre und knapp 7 % über 65 Jahre. Bei den letzten beiden Gruppen könnte die Befragung über die Amts-Homepage eine Hemmschwelle dargestellt haben, so die Auswertung.

Die Ermittlung von Reisezweck und Nutzung ist von hoher Bedeutung für die Ausrichtung des ÖPNV-Angebotes. Hier fällt auf, dass nahezu altersunabhängig jede dritte ÖPNV-Fahrt in der Freizeit erfolgt. Eine solch hohe Nutzung im Freizeitverkehr ist ungewöhnlich und spiegelt das gute Angebot z. B. von Einsatzzeiten, Takt, Verbindungen etc. wieder. Die wichtige Rolle der Freizeitnutzung sollte bei der Konzeption des ÖPNV-Angebotes auch künftig berücksichtigt werden.

Die Voraussetzung für eine wachsende Nachfrage im ÖPNV ist die Zufriedenheit mit dem Angebot. Daher wurden Fragen dazu für einzelne Verkehrsmittel sowie zu Fahrplan, Personal und Pünktlichkeit aufgenommen. Die Bewertung erfolgte in Schulnoten. Sie ergab für das RufTaxi 3,1 und den Regionalbus 3,2 und fallen besser aus, als die für die S-Bahn mit 3,6. Vergleicht man die Werte des Regionalbusbereichs im Landkreis Fürstenfeldbruck mit den Durchschnittswerten für den MVV-Regionalbusbereich aller acht Verbundlandkreise zusammen, so fällt auf, dass die Zufriedenheit mit dem Personal und der Pünktlichkeit im Landkreis Fürstenfeldbruck teilweise sogar deutlich größer ist: 2,9 zu 3,17 und 3,0 zu 3,56. Ein erheblicher Unterschied ergibt sich beim Fahrplanangebot: Hier verdeutlicht eine 3,3 die grds. Zufriedenheit mit einem attraktiv ausgebauten ÖPNV-Angebot im Landkreis Fürstenfeldbruck, im Vergleich zum Durchschnitt der Verbundlandkreise mit nur einer 4,16.

Die Zuverlässigkeit des ÖPNV-Systems spielt eine wichtige Rolle, wenn diese als Konkurrenz zum motorisierten Individualverkehr bestehen will. Anmerkungen zur Zuverlässigkeit des ÖPNV im Landkreis Fürstenfeldbruck tätigten die Befragten nur in geringem Maße und sahen damit keine größeren Probleme. Die im Bereich RufTaxi vorgebrachten Anmerkungen sind systembedingt, so die Auswertung des Büros. Die bemängelte Anschlusssicherheit vom Regionalbusverkehr zur S-Bahn obliegt nicht der originären Zuständigkeit des ÖPNV. Dennoch werden notwendige Verbesserungen kontinuierlich an die Verantwortlichen der S-Bahn München herangetragen.

Die Möglichkeit, Verbindungswünsche zu äußern, nutzten hingegen über die Hälfte aller Befragten. Dabei wurden vor allem weitere schnelle Tangentialbuslinien, zusätzliche Busverbindungen in die Nachbarlandkreise und die Landeshauptstadt München sowie mehr Buslinien zur besseren Ortserschließung genannt.

Multimodale Verkehrsangebote gewinnen im Landkreis Fürstenfeldbruck zunehmend an Bedeutung. Dies zeigt die seit Oktober 2018 neue Koordinatorenstelle für Mobilitätsstationen im Landratsamt. Bei der Abfrage künftiger multimodaler Nutzungswünsche sprachen sich die Befragten für Bikesharing-Angebote aus. Im Bereich Carsharing besteht ebenfalls großes Interesse. Spezielle Leihangebote wie Lastenfahrräder, -anhänger oder Kleintransporter waren weniger von Bedeutung. Kaum einen Unterschied gab es zwischen den Städten und Gemeinden. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl wurden in den östlichen und westlichen Landkreiskommunen ungefähr gleich häufig Angebote für Car- und Bikesharing gewünscht.

Die Teilnehmer/innen wurden zur gewünschten Ausstattung u. a. von Bushaltestellen befragt. Keine der abgefragten Ausstattungsmerkmale für Haltestellen wird von den Befragten als bedeutungslos eingestuft – für jedes Merkmal überwiegen die zustimmenden Antworten. Als sehr wichtig stuften die Teilnehmer die Beleuchtung (insgesamt 89 %), den Fahrplanaushang (88 %), das Bushäuschen (85 %) und die Einrichtung eines Abfallbehälters ein. Dicht gefolgt wird die Prioritätenliste von Sitzgelegenheiten, Fahrgastinformationen (Informationsbildschirm), einer Rampe sowie Fahrradabstellanlagen an Bushaltestellen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine solide, standardisierte Haltestellenausstattung als wichtig für die Fahrgäste eingestuft wird.

Die wichtigsten Informationswege sind für die Befragten das Internet (43%), Apps (33%) sowie Druckmedien/Anzeigen (20 %). Sonstige/keine Medien wurden mit 4% angegeben.

Die kompletten Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung finden Sie hier.

Öffnungsz.

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Münchner Straße 32
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