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Vier Landkreise, eine starke Idee: Erster interkommunaler Fachtag für Ehrenamtliche im Integrationsbereich
In Workshops wurden praxisrelevante Fragen erörtert wie z.B.: Wie können Helferkreise gestärkt werden? Wie gelingt es, im Ehrenamt die eigene Gesundheit im Blick zu behalten? Darüber hinaus standen auch rechtliche Fragestellungen im Fokus. Ein weiterer Workshop widmete sich der aktuellen Situation in Nigeria. Fotos: LRA FFB
Rund 90 Ehrenamtliche und Interessierte aus den Landkreisen Freising, Fürstenfeldbruck, München und Starnberg haben am Dienstag, 27. Oktober 2026, an der ersten interkommunalen Fachtagung „Starkes Ehrenamt für Integration“ im Veranstaltungsforum Fürstenfeld teilgenommen. Die von den Integrationslotsinnen und Integrationslotsen der vier Landkreise organisierte Veranstaltung bot Fachvorträge, Workshops und vielfältige Gelegenheiten zum landkreisübergreifenden Austausch. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in der Flüchtlings- und Integrationsarbeit.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten unter anderem fachlich fundierte Einblicke in das Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS). GEAS regelt die rechtlichen Vorgaben für Asylverfahren, die Aufnahme und den Schutz von Geflüchteten in der Europäischen Union. Es ist am 12. Juni 2026 in Kraft getreten.
In fünf parallelen Workshops wurden praxisrelevante Fragen erörtert: Wie können Helferkreise langfristig gestärkt werden? Wie gelingt es, im Ehrenamt die eigene Gesundheit im Blick zu behalten? Darüber hinaus standen rechtliche Fragestellungen und Aspekte des Gesundheitssystems im Fokus. Ein weiterer Workshop widmete sich der aktuellen Situation in Nigeria und bot Raum für Austausch und Reflexion.
Ehrenamt als tragende Säule der Integration
„Als tragende Säule der Integration ist ihr ehrenamtliches Engagement im Migrationsbereich essenziell für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unseren Landkreisen und daher von unschätzbarem Wert“, erklärte Thomas Karmasin, Landrat des Landkreises Fürstenfeldbruck. Auch die Vernetzung über die eigenen Grenzen hinweg sei von großer Bedeutung, betonte Antonela Vidakovic, Integrationslotsin des Landkreises Fürstenfeldbruck: „Erst durch den offenen Austausch und das Lernen voneinander können wir unsere Arbeit wirklich effektiv gestalten und voneinander profitieren.“
Die Integrationslotsinnen und Integrationslotsen der beteiligten Landkreise zogen eine positive Bilanz: Die große Resonanz und die lebhaften Diskussionen zeigten, wie groß der Bedarf an fachlichem Austausch und Vernetzung in der Ehrenamtsarbeit ist. Besonders der gemeinsame Blick über die eigenen Landkreisgrenzen hinaus hat neue Perspektiven eröffnet und konkrete Ideen für die tägliche Arbeit mitgegeben. Die Organisatoren der Veranstaltung ziehen eine positive Bilanz. Ihnen zufolge hat sie gezeigt, wie viel Kraft im Miteinander der Engagierten steckt.
Der Tag endete mit einer humoristischen Perspektive auf Einwanderung und Integration mit dem Stand-Up-Comedian Hani Who. Zum Ausklang bot ein gemütliches Get-together Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und die Gespräche des Tages in entspannter Atmosphäre fortzusetzen.



