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Pressemitteilungen
Ausstellung „Die Macht der Gefühle“ vom 02.05. bis 09.05.2019 im Landratsamt Fürstenfeldbruck sowie 25jähriges Bestehen des Arbeitskreis Mahnmal
Unsere Politik wird, so scheint es, zunehmend von Gefühlen bestimmt. Wir leben in Zeiten der Daueraufgeregtheit. Fakten werden durch gefühlte Wahrheiten infrage gestellt. Radikale aller Couleur finden mit einfachen Antworten auf komplexe Fragen immer mehr Zuspruch. Hier setzt die Ausstellung „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19“ an, indem sie einen emotionsgeschichtlichen Blick auf die vergangenen 100 Jahre wirft. Die gemeinsam von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur herausgegebene Schau wurde von den Historikerinnen Ute und Bettina Frevert erarbeitet. Sie nimmt heutige Erscheinungsformen von 20 Emotionen zum Ausgangspunkt, um Kontinuitäten und Brüche in den Gefühlswelten zu verdeutlichen, die die vergangenen 100 Jahre prägten und deren Intensität heute Politik und Gesellschaft herausfordert.
Die Ausstellung, die deutschlandweit an mehr als 2000 Orten gezeigt wird, setzt die Forderung nach einem Gegenwartsbezug historisch-politischer Bildungsarbeit konsequent um. Prägnante Texte, 140 historische Fotos und Faksimiles sowie multimediale Begleitangebote regen dazu an, sich mit der Macht von Gefühlen in Vergangenheit und Gegenwart auseinanderzusetzen.
Schirmherr der Ausstellung ist Bundesaußenminister Heiko Maas. In Kooperation mit dem Auswärtigen Amt und dem Goethe-Institut wurden zum Start der Ausstellung im März 2019 sieben Sprachfassungen der Schau auf den Weg gebracht, so dass „Die Macht der Gefühle“ im Jahresverlauf von Vancouver bis Sydney weltweit zu sehen sein wird.
Die Ausstellung ist vom
2. bis 9. Mai 2019
im Landratsamt Fürstenfeldbruck
zu folgenden Öffnungszeiten zu sehen:
Montag bis Donnerstag 8:00 bis 18:00 Uhr und Freitag 8:00 bis 16:00 Uhr.
In das Jahr 2019 fällt das 25jährige Bestehen des Arbeitskreis Mahnmal, an das der Landkreis Fürstenfeldbruck erinnern möchte. Hierzu wird eine kleine Ausstellung gezeigt.
Am 19. Dezember 1992 demonstrierten in Fürstenfeldbruck 1500 Teilnehmer gegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass. Ein Zug von verschiedenen Vereinen und Verbänden ging durch die Straßen der Kreisstadt bis zum Landratsamt in der Münchner Straße. Im Rahmen dieser Aktion beantragte Barbara Thierfelder von der Eichenauer Friedensinitiative bei der damaligen Landrätin Rosemarie Grützner die Aufstellung eines Mahnmals. Handschriftlich war auf grauem Pappkarton kurz und knapp der Antrag auf „Aufstellung eines Denkmals“ geschrieben.
Es folgte die Gründung des „Arbeitskreis Mahnmal“, ein Zusammenschluss von engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Gründungsmitglieder waren: Barbara Thierfelder, Dorothea Scheingraber, Herta Geys, Ulrich Bigalski und Karin Marquardt.

