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Pressemitteilungen
Erfolgreiche Bilanz für die 6. Hofladenradtour 2026
Am 20. September 2026 erkundeten 32 Radbegeisterte von 10 bis 15 Uhr bei der 6. Hofladenradtour den westlichen Teil des Landkreises Fürstenfeldbruck. Im Rahmen des autofreien Sonntags und unter der Leitung von Michaela Bock (Agenda 21-Büro) führte die Entdeckungsreise der Agenda 21, des Klimaschutzmanagements und des Ernährungsrats zu regionalen Erzeugern in Langwied, Adelshofen und Grunertshofen. Vor Ort erhielten die Teilnehmer spannende Einblicke in nachhaltige Landwirtschaft und traditionelles Handwerk – vom Buchweizenanbau über die Destillation bis hin zur Freiland-Geflügelhaltung und dem prämierten Bäckerhandwerk –, um das Bewusstsein für regionale Lebensmittel zu stärken.
Regionale Vielfalt und handwerkliche Einblicke
Bereits an der ersten Station, der Schälmühle Zacherl im Moorenweiser Ortsteil Langwied, staunten die Gäste über die selbstgebaute Buchweizen-Schälmühle, die Juniorchef Sebastian Zacherl eigenhändig konstruiert hatte. Am nahegelegenen Feld, auf dem der Buchweizen blühte, erläuterte Seniorchef Johann Zacherl die agrarischen Besonderheiten: Buchweizen besitzt eine sehr kurze Vegetationsphase und eignet sich daher hervorragend als Zwischenfrucht, sofern die Aussaat spätestens bis zum 15. Juli erfolgt. Zudem bietet die intensive Blütezeit von rund sechs Wochen eine wertvolle späte Nektarquelle für Bienen und andere Bestäuber.
Anschließend ging es ins benachbarte Adelshofen. Wolfgang Hillreiner von der Hill Distillery empfing die Gruppe und führte sie über die eigene Streuobstwiese, deren Früchte die Basis für hochwertige, vor Ort destillierte Obstbrände bilden. Nach der Besichtigung der Brennanlage durften die Radler aus dem reichhaltigen Sortiment probieren.
Nur wenige Kilometer weiter stellte Familie Holzmüller an ihrem Freilandgehege ihren Geflügelbetrieb vor. Der Familienbetrieb hat sich der Hühnerhaltung zur Eierproduktion verschrieben und vermarktet seine Produkte unter anderem direkt auf dem regionalen Bauernmarkt.
Als vierter und letzter Punkt stand der Besuch der Traditionsbäckerei Nau in Grunertshofen auf dem Programm. Inhaber Werner Nau, der auch als Innungsobmann fungiert und für sein Handwerk 2025 mit dem Ehrenpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet wurde, nahm sich viel Zeit für die Gruppe. Er erläuterte die Strukturen des Familienbetriebs, der als Teil-Biobäckerei das biologische Mehl jeden Tag in der eigenen Backstube frisch mahlt.
Zum Abschluss der Tour zeigten sich alle Beteiligten begeistert von den vielfältigen Eindrücken und den detaillierten Einblicken in die regionale Erzeugung und das lokale Handwerk.
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