- Bürgerservice08141-519 999
Pressemitteilungen
Erste Zwischenbilanz: Konzept des Landratsamtes zu Mobilitätsstationen im Landkreis Fürstenfeldbruck stößt auf großes Interesse
Der Landkreis Fürstenfeldbruck treibt den Aufbau von Mobilitätsstationen weiter intensiv voran. Die Ergänzung des klassischen Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) durch flexible Angebote mit Car- und Bikesharing soll Alternativen zur Nutzung des eigenen Pkw aufzeigen und klimafreundliche Fahrten attraktiver machen. Der Aufbau von Mobilitätsstationen leistet einen bedeutenden regionalen Beitrag zum Umweltschutz und bietet Lösungen zu den aktuell drängenden Verkehrsproblemen.
Kurz nach Projektbeginn Ende 2018 konnte bereits am 28.02.2019 dem Ausschuss für Energie, Umwelt und Planung das von der Kreisbehörde erarbeitete, innovative Konzept für Mobilitätsstationen vorgestellt werden. Dieses enthält konkrete Standortvorschläge mit möglichen Ausstattungsmerkmalen in den Kommunen. Die Ausstattung der Stationen soll je nach Standort Car- und Bikesharing oder nur Bikesharing, jeweils ergänzt durch Abstellanlagen für Privatfahrräder, umfassen. Das Angebot wird an den Mobilitätsstationen möglichst gut mit dem klassischen öffentlichen Personennahverkehr (z. B. S-Bahn, Bus und RufTaxi) vernetzt.
Eine erste Zwischenbilanz aus den Kommunen sieht derzeit wie folgt aus: Grundsätzlich positive Rückmeldungen kamen schon aus 15 von 23 Städten und Gemeinden. Dazu gehören Eichenau, Emmering, Fürstenfeldbruck, Germering, Grafrath, Gröbenzell, Jesenwang, Kottgeisering, Landsberied, Maisach, Mammendorf, Moorenweis, Olching, Puchheim und Schöngeising.
Entscheidungen der Gemeinden Alling, Egenhofen und Türkenfeld stehen zwar noch aus, aber auch diese drei Kommunen zeigen großes Interesse am Vorhaben.
Bisher zurückhaltend zeigen sich lediglich die Gemeinden Adelshofen, Althegnenberg, Hattenhofen, Mittelstetten und Oberschweinbach. Hier will man noch Erfahrungen mit der ersten Realisierungsstufe abwarten.
Durch die überwiegend positive Resonanz innerhalb des Landkreisgebietes stößt das Projekt aus dem Brucker Landratsamt auch außerhalb auf offene Ohren. So hat sich der ein oder andere Nachbarlandkreis zwischenzeitlich schon durch das Konzept inspirieren lassen.
Der im Landratsamt in der Stabsstelle ÖPNV angesiedelte Projektkoordinator Martin Imkeller ist schon seit Ende letzten Jahres in den Kommunen unterwegs. Aktuell finden mit den teilnehmenden Städten sowie Gemeinden und den jeweils Beteiligten Besichtigungen zu den Standortvorschlägen statt. Im Anschluss erfolgt dann die letztendliche Festlegung der Anzahl an Mobilitätsstationen und deren genauer Ausstattung.
Einfach ist diese Aufgabe nicht, denn die häufig komplizierten Platz- und Eigentumsverhältnisse sind einschränkende Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt. Wo nicht ausreichend Grundstücke im Besitz des Landkreises Fürstenfeldbruck oder der jeweiligen Kommune zur Verfügung stehen, müssen mit anderen Eigentümern Gestattungsverträge geschlossen werden. Solche Eigentümer können beispielsweise die Deutsche Bahn, kirchliche Träger oder Wohnungsbaugesellschaften sein. Mit privatwirtschaftlichen Unternehmen, von denen einige bereits großes Interesse am Aufbau von Car- und / oder Bikesharing an ihrem Unternehmensstandort signalisiert haben, zeichnen sich ebenfalls Kooperationen ab.
