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Pressemitteilungen
Klimaschutzmanager im Landkreis beschäftigen sich mit den Folgen des Klimawandels für die heimische Landwirtschaft
Klimaschutzmanagerinnen und -manager der Städte und Gemeinden im Landkreis Fürstenfeldbruck sowie weitere Personen: Hintere Reihe (von rechts): Matthias Heitmayr (Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) für den Landkreis Fürstenfeldbruck), (2.v.r.) Nils Schild (Institut für nachhaltige Energieversorgung INEV); Hintere Reihe (von links): Andreas Weigand (Geschäftsführer der Energieagentur KLIMA3); Vordere Reihe (von rechts): (3.v.r.) Paul Müller (Energiemanager des Landkreises Fürstenfeldbruck), Patricia Pöllmann (INEV), Michaela Bock (Agenda 21 des Landkreises Fürstenfeldbruck), Dr. Malgorzata Kroban (Klimaschutzmanagerin des Landkreises Fürstenfeldbruck); Vordere Reihe (von links): Aneta Höffler (Klimaanpassungs- und Beteiligungsmanagerin des Landkreises Fürstenfeldbruck), Tanja Weigl (Klimaschutzmanagerin des Landkreises Landsberg am Lech). Foto: LRA FFB
Die Auswirkungen des Klimawandels haben in diesem Sommer auch die Landwirte des Landkreises Fürstenfeldbruck deutlich zu spüren bekommen. Wie sich mit angepassten Bewirtschaftungsmethoden Ernteverluste verringern lassen, erläuterte Matthias Heitmayr, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes. Er war zu Gast beim Netzwerktreffen der kommunalen Klimaschutzmanagerinnen und -manager des Landkreises am 29. September.
Das jährliche, ganztägige Netzwerktreffen, einberufen vom Klimaschutzmanagement des Land-kreises, fand im Erlebnisraum für Landwirtschaft, Ernährung und Natur in Puch statt. Heitmayrs Vortrag zeigte, wie wichtig Klimaschutz ist, um die Lebensgrundlagen zu erhalten, und wie die Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels bestehen kann.
Extreme Trockenheit führt zu hohen Ernteverlusten
Zum Auftakt lieferte Heitmayr, in seinem Impulsvortrag „Landwirtschaft und Klimaschutz“ die ersten Fakten: Während die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe im Landkreis Fürstenfeldbruck zwischen 2015 und 2025 von 622 auf 573 sank, stieg der Anteil der Biobauern auf elf Prozent. Heitmayr betonte die Bedeutung regionaler Produkte: „Kürzere Transportwege erzeugen weniger CO2-Emissionen und die Produkte können länger ausreifen, was Qualität und Geschmack verbessert.“
Gleichzeitig zeigte er den gravierenden Einfluss des Klimawandels im Landkreis auf. Extreme Wet-terereignisse wie Dürren, Starkregen, Spätfröste und neu eingewanderte Schädlinge gefährdeten die Ernten zunehmend. In diesem Jahr haben die extreme Hitze und Dürre im Landkreis Fürsten-feldbruck zu einer beispiellosen Notsituation bei Tierhaltern geführt, weil Futtervorräte nur im gerin-gen Masse angelegt werden konnten. Während der westliche Teil des Landkreises bei den Ernten anderer Feldfrüchte vergleichsweise geringere Verluste verzeichnete, fielen ihm zufolge die Ernten im östlichen Teil historisch schlecht aus.
Landwirte müssen ihre Anbaumethoden anpassen
Als konkrete Lösungsansätze riet Heitmayr zu einer Änderung der landwirtschaftlichen Praktiken. Dazu gehören eine angepasste Bodenbearbeitung, der vermehrte Anbau von Winterkulturen und wärmeliebenden Pflanzen wie Roggen oder Sojabohnen sowie der gezielte Einsatz von Zwischenfrüchten zur dauerhaften Bodenbedeckung, um die Böden widerstandsfähiger gegen die zunehmenden Extremwetterlagen zu machen. Zur aktuellen Aussaat haben Landwirte den Boden zum Teil nicht gepflügt, sondern nur flach bearbeitet und gewalzt, um die Feuchtigkeit in den tieferen Humusschichten zu erhalten. Bei den Wiesen wurde der abgestorbene Bestand abgemäht und abgefahren, um einen Neuaustrieb zu begünstigen.

