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Neue Sonderausstellung: „Unter die Haut. Eine regionale Geschichte der Tattoos" am Bauernhofmuseum Jexhof
Ein regelrechter Tätowierungsboom war Ende des 19. Jahrhunderts ausgebrochen, als es die Damen und Herren aus gehobenen Kreisen schick fanden, sich tätowieren zu lassen. Zwischenzeitlich waren Tattoos häufig nur bei Strafgefangenen, Prostituierten und Insassen von psychiatrischen Anstalten verbreitet – sei es als Brandmarkung oder als selbst gewähltes Zeichen der Gegenkultur. Belebt worden war die Tätowierung in Europa durch die Vorbilder aus der Südsee. Auf Jahrmärkten wurden sie einem an Exotik interessierten Publikum vorgeführt.
Inzwischen hat das Tattoo ein sehr großes Publikum, quer durch alle Bevölkerungsschichten, gefunden. Die Ausstellung zeigt historische Bildmotive, Techniken und Motivationen. In einem aktuellen Teil werden Tätowierte aus der Region in Wort und Bild vorgestellt. Vom Magier bis zum Biker, von der Politikerin bis zum Mönch: In einem breiten Spektrum finden sich anregende Motive und spannende Geschichten.

