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Pressemitteilungen
Personalakquise Landratsamt; Bericht aus dem Hochbaureferat
Der allgemein spürbare Personal- und Fachkräftemangel macht auch vor dem Landratsamt Fürstenfeldbruck nicht halt.
1. Allgemeine Personalsituation im Landratsamt Fürstenfeldbruck
Offene Stellen sind in zahlreichen Referaten schwer zu besetzen, so etwa in den Bereichen der Kämmerei, dem Referat für Räumliche Planung und Entwicklung, dem Referat für Umwelt- und Klimaschutz oder im Bereich des Sozialamts, um nur einige zu nennen.
Im Jahr 2023 wurden bisher 136 Stellen ausgeschrieben, von denen 93 besetzt werden konnten (Stichtag letzte PAS)
2. Lage im Kreiseigenen Hochbau und Personalakquise
Ein Bereich, in dem die Auswirkungen besonders deutlich sichtbar werden, ist der des Kreiseigenen Hochbaus. Hier fehlt Personal insbesondere im Verwaltungsbereich, aber Techniker werden dringend gesucht.
Derzeit sind wir auf der Suche nach: Ein/e Sachbearbeiter/-in Hochbau deutsches Vergabewesen, ein/e Sachbearbeiter/-in Europäisches Vergabewesen, Techniker Gebäudemanagement, ein/er Architekt/-in oder Ingenieur/in Hochbau, Werkstudenten im Bauwesen und Verwaltungsbereich
Das LRA Fürstenfeldbruck veröffentlicht seine Stellenanzeigen auf vielen Wegen: zum einen über das Internet in den gängigen Jobportalen wie stellenanzeigen.de, Stepstone, Technikforum, zum anderen auch über Zeitungsannoncen etwa in Wochenblättern. Es präsentiert sich auf den umliegenden Messen.
Besonders schwierig ist die Besetzung von Verwaltungsstellen. Hier wird bereits zum 3. Mal ausgeschrieben. Sowohl für die 2. QE als auch für die 3. QE gehen kaum Bewerbungen ein.
Bei den Architekten- und Ingenieursstellen könnte die angespanntere Situation in der Baubranche sich positiv auf die Personalakquise für das LRA auswirken.
Auch für die offene Technikerstelle im Gebäudemanagement läuft bereits die 3.Ausschreibung. Gesucht wird hier jemand, der Qualifikationen im Bereich Hochbau mitbringt, eine abgeschlossene Ausbildung als Bautechniker/-in vorweisen kann oder als Gebäudemanager/-in oder einen vergleichbaren Berufsabschluss mit entsprechender Qualifikation (z.B. Meister im Handwerk). Gerne sehen wir auch Bewerberinnen und Bewerber mit einer abgeschlossenen 3-jährigen Berufsausbildung im Bereich Facility, Hochbau, als Bauzeichner/in, HLS, Gebäudereinigung oder ähnlicher Fachrichtung mit der Bereitschaft den Bautechniker oder Meister zu absolvieren
Die Arbeit im Landratsamt entspricht schon lange nicht mehr dem Klischee eines langweiligen Bürojobs (falls das jemals der Fall war). Es arbeiten viele verschiedene Berufsgruppen zusammen, die Aufgaben sind vielfältig und auch herausfordernd.
Die Bezüge zur Kommunalpolitik im Bereich der Landkreisangelegenheiten machen den Arbeitsalltag noch ein bisschen bunter.
Für viele Bewerberinnen und Bewerber ist heute eine sinnhafte Tätigkeit, wie der Dienst an der Allgemeinheit im Jugendamt, besonders attraktiv. Punkten kann das Landratsamt mit einigen besonderen Vorteilen:
• flexiblen Arbeitszeiten, die berufliche und private Belange wie z.B. Familie gut miteinander verbinden lassen
• umweltfreundliche Mobilitätsunterstützung, wie die Bezuschussung des Deutschlandtickets, und die Möglichkeit, e-Autos kostenlos zu laden
• Umfangreiches Gesundheitsmanagement, wie z.B. Zuschuss zu E-gym Wellpass über eine App, die die Teilnahme an unterschiedlichen Sporteinrichtungen ermöglicht
• Möglichkeit zur mobilen Arbeit nach der Probezeit, je nach Eignung des Stellenprofils
• eine bezuschusste Kantine im Hauptgebäude
• auch die kleinen Annehmlichkeiten sind erwähnenswert: die Möglichkeit, bankunabhängig Bargeld an der Kasse ohne Gebühren abzuheben, ein Spielverleih
3. Auswirkungen auf die Bauprojekte und Arbeit im Kreiseigenen Hochbau
Das Hochbaureferat ist die Vergabestelle mit dem größten Volumen. In 2024 sollen rund 40 Millionen Euro Bauvolumen abgewickelt werden.
Wir sind im Hochbau aufgrund der geschilderten Personalsituation und den Herausforderungen vor die uns die Flüchtlingsunterbringung stellt gezwungen, die anstehenden Maßnahmen zu priorisieren. Selbstverständlich haben die dringenden Bauunterhaltsmaßnahmen, die keinen Aufschub dulden, höchste Priorität, ebenso Projekte, die kurz vor der Vollendung stehen wie die Turnhallen in Puchheim oder die zügig weitergeführt werden müssen wie die Generalsanierung des Gymnasiums Olching und ein Ersatzbau an der Pestalozzi-Schule in Fürstenfeldbruck.
Andere Maßnahmen stehen weiter unten auf der Prioritätsliste. Dies betrifft zum einen die Heizungsoptimierung im Rahmen der neuen gesetzlichen Vorgaben, aber auch Projekte wie der Erweiterungsbau am Gymnasium Gröbenzell – dieser wird nach Klärung der offenen Punkte mit dem eingeschränkt zur Verfügung stehenden Personal weiterverfolgt – und Projekte, die noch in den Startlöchern stehen wie etwa die Erweiterung und Sanierung der Realschule Fürstenfeldbruck. Das zuletzt genannte Projekt muss um ein ganzes Jahr verschoben werden, weil es derzeit keine Kapazitäten für die Durchführung der VgV-Verfahren gibt.
Auch die geplante Fertigstellung der Container am Schulzentrum in Puchheim wird sich um ein Jahr vom Schuljahresbeginn 2025/2026 auf 2026/2027 verschieben.
Ferner können weitere Maßnahmen, die mit der Abwicklung einer Baumaßnahme einhergehen wie etwa die Beantragung bestimmter kleinerer Förderungen oder Verwendungsnachweise nicht immer zeitnah erledigt werden.

