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Tag des Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus: Arbeitskreis Mahnmal, Landrat Thomas Karmasin und Oberbürgermeister Erich Raff legen Blumen nieder

29.01.2021
6 Personen legen am Mahnmal Fürstenfeldbruck Blumen und Steine nieder

Richard und Vera Gedon (von links), Landrat Thomas Karmasin, Julia Zieglmeier, Oberbürgermeister Erich Raff am Fürstenfeldbrucker Mahnmal zur Erinnerung an den Todesmarsch von KZ-Häftlingen.

Vertreterinnen und Vertreter des Arbeitskreises Mahnmal, Landrat Thomas Karmasin und Fürstenfeldbrucks Oberbürgermeister Erich Raff gedachten am Mittwoch in kleinem Rah-men der Opfer des Nationalsozialismus. Am Fürstenfeldbrucker Mahnmal zur Erinnerung an den Todesmarsch von KZ-Häftlingen legten sie ein Blumengesteck und Steine ab.

Der Gedenktag am 27. Januar wurde vom verstorbenen Bundespräsidenten Roman Herzog 1996 eingeführt und im Jahr 2005 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen offiziell ausgerufen. Hintergrund ist die Befreiung der Häftlinge des KZ Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945 durch die Soldaten der Roten Armee. 3 Monate später wurden dann alle Arbeits- und Todeslager des NS-Regimes durch die Alliierten-Truppen befreit.

In Fürstenfeldbruck erinnert das Mahnmal in der Stadtmitte Fürstenfeldbrucks an den Leidensweg der KZ-Häftlinge des Todesmarsches von Landsberg und Kaufering nach Dachau. Seit ungefähr 30 Jahren versammeln sich Bürgerinnen und Bürger der Stadt und des Landkreises Fürstenfeldbruck einmal im Jahr immer am 27. Januar an diesem Ort, um daran zu erinnern, dass es kein Vergessen und Leugnen des Holocausts in unserem Land und in unserer Gesellschaft gibt und geben darf.  

Jugendliche von Schulen in Fürstenfeldbruck, Germering und Puchheim, Firmlinge der Kirchen-gemeinde St. Magdalena sowie soldatische Abordnungen des Bundeswehr-Standortes Fürstenfeld-bruck appellierten mit Lesungen aus Erinnerungen der Überlebenden und mit eigenen Texten und Musikstücken an die Öffentlichkeit, dem Antisemitismus in Deutschland, Europa und der übrigen Welt entgegenzutreten.

„,Wehret den Anfängen‘ ist ein zutreffendes Sprichwort, das wir, die die ,Gnade der späten Geburt‘ erleben durften, uns einprägen sollten, wenn wir den Leugnern des Holocaust und anderen Rechts-extremen gegenüberstehen“, sagt Julia Zieglmeier, Sprecherin des Arbeitskreises Mahnmal.

Pandemiebedingt musste der der Gedenktag in diesem Jahr ohne eine breite Beteiligung der Öf-fentlichkeit stattfinden. Zieglmeier ruft deshalb dazu auf, in diesem Jahr auf eine etwas andere Wei-se der Opfer der NS-Zeit zu gedenken. „Die Menschen können dies individuell am Mahnmal in kur-zen Momenten, im Vorbeigehen, mit Gedanken an diesen Tag vollziehen“.


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