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Erste Ergebnisse des landkreisweiten Unternehmens-Monitorings anlässlich der Corona-Pandemie - 70% der Unternehmen beklagen negative Folgen

23.09.2020

Von links nach rechts: Kreisrat Maximilian Gigl (Referent für Wirtschaftsförderung und Arbeit), Josef Rother (Geschäftsführer GEFAK), Barbara Magg (Leiterin Wirtschaftsförderung), Landrat Thomas Karmasin

Um die konkreten Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die heimischen Unternehmen zu untersuchen, befragt die Wirtschaftsförderung des Landkreises Fürstenfeldbruck in einem dreigeteilten Unternehmens-Monitoring die Betriebe im Landkreis. Die Auswertung der ersten Befragungswelle liegt jetzt vor. 1.500 Unternehmen wurden dazu befragt.

Die ersten Ergebnisse zeigen, dass 70 % der Unternehmen unter den Folgen der Pandemie leiden. Dennoch verzichten die Unternehmen nach Möglichkeit auf Entlassungen. „Ich bin tief beeindruckt, dass 80 % unserer Unternehmen trotz eines deutlichen Umsatzrückgangs aktuell an ihren Beschäftigtenzahlen festhalten. Auch wenn hierfür gut die Hälfte der befragten Unternehmen Kurzarbeit anmelden mussten, werte ich die Tatsache, dass die Beschäftigten nicht gekündigt wurden, als einen Vorzug unseres starken, überwiegend inhabergeführten Mittelstands“, so Landrat Thomas Karmasin.

Von der Kurzarbeit überwiegend betroffen zeigen sich das Gastgewerbe und die Verkehrsbranche. Erwartungsgemäß ist die Gastronomie besonders betroffen. Doch auch das Handwerk beklagte negative Auswirkungen wie Auftrags- und Kundenausfälle.

Der Großteil der Landkreisunternehmen, nämlich 57 % haben, außer dem Kurzarbeitergeld, keine weiteren staatlichen Hilfsmaßnahmen beantragt. Von den verbliebenen 43%, die weitere Hilfsmaßnahmen beantragt haben, hatten gut 80 % der Unternehmen die Soforthilfe beantragt. Diese wiederum waren mit rund 88% der Nennungen zufrieden mit der Abwicklung der Hilfsmaßnahmen.

Die Unternehmen gehen davon aus, dass nach dem Abflauen der Pandemie die Bedeutung von Home-Office wieder zurückgehen wird.

Als die größte Herausforderung bewerten die Betriebe das Finden einer neuen Normalität im Umgang mit dem Virus. Viele regionale Unternehmen reagieren mit einer neuen strategischen Ausrichtung auf die Herausforderung „Corona“. Dazu zählen neben der Erschließung neuer Märkte auch die Einführung neuer Dienstleistungen bzw. Produkte. Kurzfristig betrachtet begegneten die Unternehmen v. a. mit einer Stärkung der Online-Präsenz (Online-Marketing und Online-Vertrieb) auf die Veränderungen durch die Corona-Krise.

An der im Mai und Juni durchgeführten ersten Befragungswelle hatten sich rund 1.500 Unternehmen aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck mit mindestens vier Beschäftigen beteiligt. Im Herbst im Frühjahr 2021 folgen die zweite und dritte Befragungswelle zum Unternehmensmonitoring. „Mithilfe des in drei Momentaufnahmen gegliederten Unternehmens-Monitorings versucht die Wirtschaftsförderung einen Überblick über die größten Herausforderungen der Betriebe herauszubekommen und was diese für den Landkreis Fürstenfeldbruck bedeuten. Dabei werden auch die unternehmerischen Strategien zum Umgang mit der Krise und die Anforderungen der Wirtschaft an die Kom-munen, Bund oder Länder bestehen, untersucht. Diese Themen werden natürlich an den dafür zuständigen Stellen platziert“, sagt Barbara Magg, Leiterin der Wirtschaftsförderung im Landkreis.

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