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Rückblick auf den 1. Fachtag Pflege im Landratsamt

07.10.2025
Fünf Personen sitzen im Gesprächskreis.

Diskutierten über die Herausforderungen in der Pflege im Landkreis (v.l.): Sonja Thiele (Kreistagsreferentin für Senioren und Demographie) Gerti Riedl-Steininger (Nachbarschaftshilfe und Krankenpflege Moorenweis e.V.), Thomas Kopplin (Einrichtungsleiter Senioren-heim Jesenwang), Hans Seidl (1. Bürgermeister der Gemeinde Maisach) und Anja Wirth (Koordination für Pflegeprojekte im Landratsamt). Foto LRA FFB

Am Dienstag, 30. September 2025, fand anlässlich der Inbetriebnahme des Pflegestützpunktes im Landkreis Fürstenfeldbruck erstmalig der Fachtag Pflege statt. Die Veranstaltung richtete sich an alle professionellen Akteure in der Pflege und Betreuung, die im Landkreis die pflegerische Versorgung sicherstellen, sowie an Vertreterinnen und Vertreter der Politik, die sich dem wichtigen Thema „Pflege“ annehmen. Im Mittelpunkt des Fachtags standen die Vernetzung im Landkreis und der Wissenstransfer.

Eingangs erhielten die rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der Koordinatorin für Seniorenarbeit des Landratsamtes, Sarah Grätz, einen Überblick über die Pflegebedarfsplanung aus dem jüngst fortgeschriebenen Seniorenpolitischen Gesamtkonzept (zu finden unter www.aelter-werden-ffb.de).

Im Anschluss daran diskutierten Sonja Thiele, Kreistagsreferentin für Senioren und Demographie, Gerti Riedl-Steininger, Nachbarschaftshilfe und Krankenpflege Moorenweis e.V., Thomas Kopplin, Einrichtungsleiter Seniorenheim Jesenwang, und Hans Seidl, 1. Bürgermeister der Gemeinde Maisach, über die Herausforderungen in der Pflege im Landkreis Fürstenfeldbruck und wie man diesen begegnen kann. 

Als wichtige Themen in diesem Bereich wurde unter anderem der Ausbau alternativer Wohnformen und von Betreuungsangeboten zur Entlastung pflegender Angehöriger benannt. Die Gesprächsteilnehmer bemängelten, dass die derzeitige gesetzliche Ausgestaltung, der hohe bürokratische Aufwand sowie der Fachkräftemangel im Bereich der ambulanten und stationären Pflege viele Träger daran hindern, weitere dringend benötigte Tages- und Kurzzeitpflegeplätze im Landkreis zu errichten. Hier wurde an den Landes- und Bundesgesetzgeber appelliert, Abhilfe zu schaffen.

Den Nachmittag startete die Bevollmächtigte der Bundesregierung für Pflege und Mitglied des Bundestages, Katrin Staffler, mit einem Grußwort, in dem sie auch den Akteuren im Bereich Pflege im Landkreis ihren Dank und ihre Wertschätzung aussprach. Der Landkreis Fürstenfeldbruck sei im deutschlandweiten Vergleich in der Pflege zwar bereits gut aufgestellt, allerdings sieht auch sie in der Pflege generell die dringende Notwendigkeit für Bürokratieabbau und Reformen. Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“ soll hierzu bis Jahresende erste Reformvorschläge vorlegen. Die Bundestagsabgeordnete nahm die Anregungen aus der Praxis, die ihr von den Teilnehmern des Fachtags überreicht wurden, dankend mit. 

Im weiteren Verlauf wurden parallel ein Fachvortrag zum Thema Betreuung durch die Betreuungsstelle des Gesundheitsamtes, ein fachlicher Austausch zum Thema Pflegeausbildung und Workshops zu den Themen pflegerische Versorgung von Kindern und Menschen mit Behinderung sowie Hospiz- und Palliativversorgung im Landkreis Fürstenfeldbruck angeboten.

Vor der Veranstaltung und während der Mittagspause bestand für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, sich über das Angebot verschiedener Beratungsstellen im Landkreis und des Pflegestützpunkts zu informieren.

Abschließend dankte die Moderatorin und Initiatorin des 1. Fachtags Pflege, Anja Wirth (Koordination für Pflegeprojekte im Landratsamt), allen Teilnehmern sowie Mitwirkenden für ihre aktive Beteiligung und Bereitschaft, sich den Themen im Bereich Pflege – gemeinsam in Kooperation – zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Fürstenfeldbruck zu widmen. 

Der 1. Fachtag Pflege hat gezeigt, dass der weitere Ausbau der Vernetzung im Bereich Pflege im Landkreis Fürstenfeldbruck eine wichtige Aufgabe bleibt und ein strukturiertes Pflegenetzwerk zur Umsetzung der Pflegebedarfsplanung und in der Pflegeausbildung eine bedeutende Voraussetzung ist.

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